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Romantik trifft auf Konsumfreude
Landkreis Hinterland Romantik trifft auf Konsumfreude
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18:19 04.12.2019
Die Nachtwächter geleiteten die Besucher durch die Innenstadt. Quelle: Foto: Ingrid Lang
Gladenbach

Leuchtende Kinderaugen und fröhliche Gesichter: Bei der Gewerbevereins­aktion „Einkauf bei Kerzenschein“ gab es nicht nur bis 22 Uhr die Möglichkeit zum Einkaufen in den Mitgliedsbetrieben und verschiedene Aktionen. Die Besucher konnten sich auch über verschiedene Hilfsprojekte, Gruppen oder ehrenamtliche Organisationen informieren. Vereine und Gruppen boten zudem Essen und Getränke, Plätzchen und kleine Basteleien für einen wohltätigen Zweck an.

Der traditionelle "Einkauf bei Kerzenschein" bot wieder jede Menge Unterhaltung und lockte viele Besucher nach Gladenbach.

Um dem Aktionsmotto gerecht zu werden, hatten die Gewerbetreibenden ihre Läden, Schaufenster, Eingänge und Passagen mit einem romantischen Lichterglanz überzogen und auch zahlreiche Kerzen entzündet.

„Kalama“ zeigt eine spektakuläre Feuershow

Leuchtend-brennender Höhepunkt des Abends war die spektakuläre Feuershow von „Kalama“. Die Feuerschlucker und Gaukler wirbelten nicht nur brennende Kugeln und Feuerräder umher, sondern jonglierten auch auf ihren Stelzen brennende Lanzen durch die Luft. Nicht nur den kleinen Zuschauern blieb vor Staunen der Mund offen stehen. Auch die Erwachsenen hatten sichtlich ihre Freude an der Feuerkunst von „Kalama“. Die Geschäftsleute hatten sich einiges einfallen lassen: Vor Optik Hirth konnten die Besucher eine Feuerzangenbowle probieren.

Im Modehaus Krug hatten die Besucher die Möglichkeit, dem Weihnachtsmann ihre Wünsche zuzuflüstern, sich mit dem Rotbemantelten fotografieren zu lassen und die Bilder als Erinnerung an einen schönen Abend mit nach Hause zu nehmen.

Ins Land der Fantasie ging es bei „Momo“. Das Fachgeschäft für Bücher und Geschenke hatte die Märchenerzählerin Karin Kirchain eingeladen, die großen und kleinen Zuhörern einen Einblick in verzauberte Welten bot. Und fair gehandelte Geschenke gab es in reicher Auswahl im Gladenbacher Weltladen.

Die „Elterninitiative für leukämie- und tumorkranke Kinder“ verkauften an ihrem Stand frisch gebratene Champignons mit Knoblauchsoße, warmen Punsch und boten zudem Informationen über die Arbeit des Vereins an.

In der Martinskirche
 wird es besinnlich

Ein Schwerpunkt der Elterninitiative sei die psychosoziale Betreuung von betroffenen Familien. Aber auch Begleitung zu Ärzten oder Ämtern und das gemeinsame Lachen mit den Kindern – trotz der Erkrankung – gehöre zur alltäglichen Arbeit des Vereins, erklärte Vorstandsmitglied Olaf Mundt.

Einen unvergleichlichen Gaumengenuss konnten die hungrigen Besucher bei der Gladenbacher Feuerwehr bekommen. Am Wagen mit der berühmten Feuerwurst bildeten sich zuweilen lange Schlangen, um eine der begehrten Spezialitäten ergattern zu können.

Freundlich begrüßt wurden die Besucher ebenso am Stand der Flüchtlingshilfe Gladenbach. Während die Nähgruppe Mützen und Taschen anboten, hatten die Kinder und Tanzgruppen glitzernde Magnete gebastelt.

Außerdem wurden die Gäste mit frischen Fladenbroten und Popcorn bewirtet. Eine kleine Ausstellung zeigte die Arbeit der Schwimmgruppen. Denn obwohl viele der Flüchtlinge eine gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer riskiert hatten, könnten die wenigsten von ihnen schwimmen, erläuterte Dorothea Mannshardt die Arbeit der Aktiven, wofür noch engagierte Mitstreiter gesucht werden.

Ein Höhepunkt des Abends war die „Besinnung im Advent“ in der Martinskirche. Der Frauenchor „TonArt“ sorgte mit seiner Dirigentin Simone Jung und Pfarrer Klaus Neumeister für eine besinnliche, entspannte und nachdenkliche Stunde. Während die Sängerinnen unter anderem „Hallelujah“, „Freiheit“ und „Freedom is coming“ anstimmten, erinnerte der Theologe an das eigentliche Christfest, an dem die Geburt von Jesus gefeiert wird.

Außerdem hatte der Pfarrer noch ein Lied über die Gladenbacher Nachtwächter nach einer bekannten Melodie umgedichtet, das gemeinsam mit den zahlreichen Besuchern in der Kirche angestimmt wurde. Die Gladenbacher Nachtwächter hatten nicht nur die Besucher zur Kirche geleitet, sondern sorgten mit ihren Hellebarden für Ruhe und Ordnung in der ganzen Stadt.

Für weitere musikalische Unterhaltung sorgten in der Gladenbacher Innenstadt verteilt zahlreiche Posaunenchöre, Blasorchester und Chöre. Den Anfang machten die kleinen Sänger vom Kinderchor aus Mornshausen.

von Peter Piplies