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Hinterland Ein Anbau für die Feuerwehr entsteht
Landkreis Hinterland Ein Anbau für die Feuerwehr entsteht
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18:00 04.03.2021
Gemeindebrandinspektor Marco Werner (von links), Elmshausens stellvertretender Wehrführer Lukas Schmidt, Dautphetals Bürgermeister Bernd Schmidt, Bauamtsleiter Ralf Mevius, Ortsvorsteher Herbert Kreiner und die Vertreter der ausführenden Firmen bei der Baustelleneröffnung.
Gemeindebrandinspektor Marco Werner (von links), Elmshausens stellvertretender Wehrführer Lukas Schmidt, Dautphetals Bürgermeister Bernd Schmidt, Bauamtsleiter Ralf Mevius, Ortsvorsteher Herbert Kreiner und die Vertreter der ausführenden Firmen bei der Baustelleneröffnung. Quelle: Gianfranco Fain
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Elmshausen

Die Gemeinde Dautphetal setzt das Modernisieren der Feuerwehrhäuser fort. Als sechstes der insgesamt elf Gebäude lässt sie das Gerätehaus in Elmshausen auf den Stand der Zeit bringen. Anlass ist die geforderte Schwarz-Weiß-Trennung, also das Unterscheiden von reinen und kontaminierten Bereichen, um die Gesundheit der freiwilligen Helfer zu schützen.

Die Investition in dem Dautphetaler Ort ist auch ein Novum in der Ertüchtigung der Feuerwehrdomizile. Während die Gemeinde die Vorgaben der Unfallkasse bisher in den bestehenden Gebäuden erfüllte, erhält die Elmshäuser Wehr einen Anbau, für dessen Entstehen rund 140 000 Euro vorgesehen sind.

Bürgermeister Bernd Schmidt freute sich beim symbolischen ersten Spatenstich darüber, dass das Geld in der Gemeinde bleibt, weil nur Dautphetaler Unternehmen beteiligt sind. Schmidt sprach auch die lange Zeit der Vorbereitung und Planung an, bis „vernünftigerweise“ der Entschluss für den Anbau ans Dorfgemeinschaftshaus fiel. Der Anbau wird eine Grundfläche von rund 100 Quadratmetern haben und mit einem Flachdach versehen die gleiche Höhe wie die Fahrzeughalle erreichen.

Der Teil zur Straße wird als knapp 60 Quadratmeter große Fahrzeughalle genutzt, im hinteren Teil entstehen auf etwa 30 Quadratmetern die Umkleiden. In der Verbindung wird eine permanente Stiefelwaschanlage installiert. Im Zuge des Anbaus steht außerdem das Erneuern der Elektroverteilung an, die aus dem Jahr 1982 stammt und auch das Gemeinschaftshaus speist. Zugleich erfährt der Brandschutz eine Aufwertung, indem eine Feuerhemmung zum Dorfgemeinschaftshaus eingebaut wird.

Die 21 Feuerwehrleute des Ortes unterstützen den Bau mit Eigenleistungen. Es sei gut, dass die Gemeinde mit den Feuerwehren zusammenarbeite und die gesetzlichen Auflagen Schritt für Schritt umsetze, sagte Gemeindebrandinspektor Marco Werner. Denn es spiele für die Gesundheit der freiwilligen Helfer keine Rolle, ob es in einem Jahr nur ein paar Übungen und Einsätze gebe, erwiderte Werner eine Aussage des Ortsvorstehers.

Herbert Kreiner brachte zuvor zwar seine Freude zum Ausdruck, dass „es endlich losgeht“, forderte aber auch vom Gesetzgeber, die Relationen zu überdenken: „Müssen kleine Wehren, die im Jahr maximal zehn Einsätze haben, den gleichen Richtlinien unterliegen wie solche, die ständig im Einsatz sind?“, fragte er.

In neuen Anbau stellt die Wehr den Einsatzleitwagen ab. Die ausgebauten Pflastersteine finden an der Schutzhütte eine Verwendung.

Von Gianfranco Fain