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Hinterland Die gelbe Tonne kommt
Landkreis Hinterland Die gelbe Tonne kommt
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15:58 18.11.2020
Verbandsvorsteher Christoph Felkl und die Leiterin der Geschäftsstelle des Müllabfuhrzweckverbands Biedenkopf Anja Reichel symbolisieren: gelbe Tonne statt gelber Säcke. Quelle: Gianfranco Fain
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Noch steht im Landkreis zwar die Zustimmung aller politischen Gremien aus, kommt diese aber wie erwartet, gibt es eine auffällige Änderung durch die neuen Verträge mit dem Dualen System: Der mit einem grünen Punkt gekennzeichnete Verpackungsmüll kommt im Landkreis ab Januar nicht mehr in gelbe Säcke, sondern in ein Müllgefäß mit gelbem Deckel.

Im Gebiet des Müllabfuhrzweckverbands (MZV) Biedenkopf betrifft diese Änderung allerdings nur die fünf neueren Mitgliedskommunen, die Städte Neustadt und Wetter sowie die Gemeinden Cölbe, Münchhausen und Wohratal, erläutert die MZV-Geschäftsstellenleiterin Anja Reichel. Die Kunden in den zehn Ur-Kommunen des MZV sammelten die Wertstoffe seit jeher in einer „Gelben Tonne“.

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Das Umstellen auf die festen Behälter habe auch den Vorteil, dass aufgerissene gelbe Säcke und somit in der Umgebung verteilter Verpackungsmüll der Vergangenheit angehören, ergänzt Verbandsvorsteher Christoph Felkl. Zudem sei diese Methode auch schonender für die Umwelt, da die Produktion der Kunststoffsäcke entfalle.

Die gelben Tonnen verteilen die Mitarbeiter der Firma Knettenbrech + Gurdulic (K+G) in den fünf neueren Mitgliedskommunen im nächsten Jahr ab der dritten Kalenderwoche. K+G gewann die Ausschreibung für das MZV-Gebiet, der Vertrag läuft bis zum Ende des Jahres 2023. Für K+G sind in einigen Kommunen weiterhin Subunternehmer tätig, wie zum Beispiel die MEG in Münchhausen und Wohratal oder wie bisher von Suez.

Trotz des neuen Vertrags ändert sich aber einiges nicht: Es bleibt bei der 240-Liter-Tonne, die alle vier Wochen geleert wird. Kunden, die mehr Verpackungsmüll zu entsorgen haben, können diesen weiterhin in einem durchsichtigen Sack neben die Tonne stellen. Ab einer 5. Person in einem Haushalt kann eine zweite Tonne beantragt werden, ohne dass mehr Gebühren zu zahlen sind. Diese angeforderten Tonnen liefert K+G aber erst aus, wenn alle Mitgliedskommunen mit der Grundausstattung an neuen Gefäßen ausgerüstet sind.

Die vorhandenen gelben Tonnen in den zehn Alt-Kommunen werden weiterhin genutzt, die Aufstocker ab der 5. Person in einem Haushalt kommen erst ab Mitte März. Die gelben Säcke bleiben aber je nach Lage einigen Haushalten erhalten, zum Beispiel denen in der Biedenkopfer Oberstadt, wo keine zusätzlichen Tonnen aufgestellt werden können. Sobald die gelben Tonnen in den fünf „Neu-Kommunen“ verteilt sind, verschwinden dort die Dosencontainer von den Sammelstellen. Entleerte Dosen sind dann in der gelben Tonne zu entsorgen. Das System zum Sammeln von Altglas bleibt unverändert, allerdings werden die Container laut Reichel „auf den Stand der Technik gebracht“. Das heißt, vor allem im Ostkreis kommt es zum Austausch oder dem Ertüchtigen der Container, damit diese unter anderem die Lärmschutzbestimmungen einhalten.

Zudem erhalten die Container einen Hinweis über die Einwurfzeiten, das zuständige Abfuhrunternehmen und eine Hotline-Nummer. K+G übernimmt nämlich auch das Beschwerde-Management für die Abfuhr der Wertstoffe des Dualen Systems. „Wir bleiben aber auch Vermittler zwischen unseren Kunden und dem Dualen System, das für die Verpackungsentsorgung verantwortlich ist“, erklärt Anja Reichel. Der MZV teilt die Nummer der Beschwerde-Hotline noch mit. Die Pflege der Containerstellplätze bleibt in der Zuständigkeit der Kommunen.

Für die Altpapierentsorgung gibt es auf Antrag ab einer 5. Person eines Haushalts ein weiteres Gefäß, Beistellmengen „im haushaltsüblichen Umfang“ von Privatpersonen werden weiterhin mitgenommen, ergänzt Reichel. Gewerbetreibende müssen sich selbst um die Entsorgung ihres Papiermülls kümmern.

Von Gianfranco Fain

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