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Hinterland Band Sixpash erreicht lässig das Ziel
Landkreis Hinterland Band Sixpash erreicht lässig das Ziel
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15:00 21.06.2019
In Darmstadt spielte die Band Sixpash in diesem Jahr wieder vor großem Publikum. Beim Schlossgrabenfest ein Jahr zuvor entstand das Gruppenbild mit der Menschenmasse im Hintergrund. Quelle: Tobi Kämmerer
Hinterland

Der Terminkalender der sechs Musikerfreunde ist gut gefüllt: In diesem Jahr stehen rund 30 Konzerte auf dem Kalender – deutschlandweit und vor großem Publikum – hauptsächlich zwischen Mai und Oktober. Die besondere Mischung macht‘s: Die Musiker spielen Coversongs, aber auf eine ganz eigene Art. Sie machen Songs, die jeder mitsingen kann, zu ihren Songs. Das ist ihr Aushängeschild.

Am 5. Juli stehen die Brüder Jonas (Bass) und Robin Staudt (Gitarre/Gesang), mit Frontfrau Laura Karl, Benedikt Böckling (Gesang/Keyboard), Patrick Jentzsch (Gesang/Gitarre) und Schlagzeuger Jan-Patrick Wallentin bei der „Cologne Pride“ in Köln unter anderem mit dem „Deutschland sucht den Superstar“-Gewinner Luca Hänni auf der Hauptbühne am Heumarkt.

Am 5. Oktober treffen sie beim MDR Jump Festival im sächsischen Borna auf die Gießener Band Juli und den österreichischen Popstar Josh, der mit dem Song „Cordula Grün“ einen Hit landete. Sixpash tritt als Nächstes am 29. Juni beim Rheinland-Pfalz-Tag in Annweiler am Trifels auf. Korbach, Münster, Koblenz, Mainz und Meschede sind unter anderen weiteren Stationen auf ihrem Sommer-Tourplan.

Mit Blick auf den Terminkalender hat die Band ihre 2018 gesteckten Ziele erreicht: öfters vor Massen und bundesweit aufzutreten. „Wir spielen in vielen verschiedenen Städten, fahren nach oben und nach unten in Deutschland“, sagt Wallentin. Dafür steht der eigene Tourbus parat. Doch auch wenn der Erfolg ihnen Recht gibt: Die Freizeitmusiker wollen bei ihren Leisten bleiben. Im Alltag gehen sie „ganz normalen Berufen“ nach – drei von ihnen sind Lehrer –, an den Wochenenden teilen alle sechs ihre Leidenschaft zur Musik.

Gespräch mit Jupiter Jones

Um von sich reden zu machen, müssen die sechs Bandmitglieder mehr Zeit investieren. Die Festivals, für die sie angefragt sind, sind nicht nur größer, sondern auch weiter weg. „Wir müssen morgens los, wenn wir abends spielen“, sagt Wallentin. Für einen Festivalauftritt vor großem Publikum müssen die Musiker eineinhalb bis zwei Tage einplanen, da oftmals übernachtet wird. Das bedeutet für sie vor allem, dass auch die Familien mitspielen müssen.

In ihrer Freizeit führen die Musiker ein kleines Unternehmen. „Es muss so organisiert und kalkuliert werden, dass alles passt. Und wir müssen uns von anderen Bands abheben, damit wir gebucht werden“, sagt Wallentin. Das ist mit viel Arbeit verbunden. Zum Ausgleich joggen einige der Bandmitglieder. Das versuchen sie auch während der Festivaltermine, bei denen eine Übernachtung eingeplant ist. Auf jeden Fall ist das Sportprogramm für den Tag nach dem Maschseefest in Hannover am 16. August Pflicht – außer für die Sportmuffel unter ihnen. „Um den Maschsee führt eine Strecke, die täglich von Joggern genutzt wird. Da müssen wir ran“, witzelt Wallentin.

Konzerte

Sixpash treten in diesem Jahr an folgenden Terminen auf:
29. Juni: Rheinland-Pfalz-Tag in Annweiler am Trifels;
30. Juni: Altstadtfest in Trier (Hauptbühne vor der Porta Nigra);
5. Juli: Cologne Pride in Köln (Hauptbühne am Heumarkt);
6. Juli: Altstadt- und Kulturfest in Korbach;
31. Juli: Volksbank Open Air in Meschede;
16. August: Maschseefest in Hannover (Hauptbühne von Radio 21);
17. August: Sommernacht in Hamm;
24. August: Kreuzviertelfest in Münster;
31. August: Weinmarkt in Mainz (Hauptbühne von RPR1);
5. Oktober: MDR Jump-Arena in Borna.

Im Gegensatz zu den Vorjahren ist der Aufwand wesentlich größer geworden. Das betrifft die Organisation, den Aufbau und den Soundcheck. „Wir haben manchmal mittags den Soundcheck und den Auftritt erst am Abend“, sagt Wallentin. Sie haben sich bereits 2018 bei Veranstaltern beworben und sind Kooperationen mit Konzertveranstaltern eingegangen. Um Werbung für sich zu machen, produzierten sie Promotionvideos, mit denen sie zu überzeugen versuchen, was ihnen immer öfters gelingt.

Bei ihren Festivalauftritten lernen sie die Vollprofis im Musikgeschäft hautnah kennen und sind begeistert von der Lockerheit. „Mit Jupiter Jones haben wir im vergangenen Jahr in Wolfsburg nach dem Konzert zusammengesessen und ein Bier getrunken. Das wird mit Sicherheit in diesem Jahr auch mit Juli und Josh der Fall sein“, sagt Wallentin.

In guter Erinnerung ist den Musikern von Sixpash das Festival „Donnerstags in Gladenbach“. Im vergangenen Jahr haben sie auf dem Marktplatz gespielt, aber in diesem wird die Band nicht dabei sein, weil sie zum Zeitpunkt der Anfrage bereits verplant war. „Gladenbach ist immer wieder schön. Ich hoffe, dass wir das noch mal hinkriegen“, sagt Wallentin.

von Silke Pfeifer-Sternke