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Hinterland Ortsbeirat: Der Marktplatz ist überfällig
Landkreis Hinterland Ortsbeirat: Der Marktplatz ist überfällig
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18:58 04.07.2021
Die Neugestaltung des Biedenkopfer Marktplatzes ist dem Ortsbeirat ein großes Anliegen: Verkehrsführung, Parkplätze, Begrünung, Bänke – alles sollte auf den Prüfstand. Der Ortsbeirat hofft, dass im städtischen Haushalt 2022 für dieses Projekt Planungsmittel eingestellt werden.
Die Neugestaltung des Biedenkopfer Marktplatzes ist dem Ortsbeirat ein großes Anliegen: Verkehrsführung, Parkplätze, Begrünung, Bänke – alles sollte auf den Prüfstand. Der Ortsbeirat hofft, dass im städtischen Haushalt 2022 für dieses Projekt Planungsmittel eingestellt werden. Quelle: Susan Abbe
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Biedenkopf

Der Kernstadt-Ortsbeirat hat große Wünsche für den Biedenkopfer Haushalt 2022: Er meldet die komplette Überplanung des Biedenkopfer Marktplatzes an. Er bittet darum, dass das Ausgrabungsgelände am Schloss wiederhergestellt wird. Und: Er hofft, dass das Parlament die Planung eines Hallenbad-Neubaus in den Etat aufnimmt.

Die Neugestaltung des Biedenkopfer Marktplatzes ist nach Einschätzung des Ortsbeirates überfällig. Seit Jahren sei das Erscheinungsbild der Innenstadt und gerade auch des Marktplatzes immer wieder Thema in der Politik und auch bei den Bürgern, sagte Ortsvorsteher Heinz Olbert (BB). „Das ist wirklich nicht schön, wenn man da hinkommt. Es geht darum, den Marktplatz so umzugestalten, dass er schöner wird.“

Schmack sieht Handlungsbedarf

Mit ein bisschen Blumenschmuck oder einem neuen Anstrich der Poller sei das nicht zu erreichen, so Olbert. Nötig sei vielmehr, über grundsätzliche Dinge nachzudenken. Olbert: „Es geht um den gesamten Marktplatz.“ Die Verkehrsführung, Fußwege, Parkplätze, Begrünung, Poller und mehr müssten auf den Prüfstand.

Auch Bauamtsleiter Thorsten Schmack sieht dort Handlungsbedarf, wie er bereits in der Vergangenheit deutlich gemacht hatte. So hatte das städtische Bauamt laut Schmack die Überplanung des Marktplatzes schon für den 2021er-Haushalt angemeldet. Das Parlament hatte andere Projekte aber zunächst für dringlicher gehalten. Ob der Marktplatz es nun in den Biedenkopfer Etat 2022 schafft, wird sich in den Haushaltsberatungen im kommenden Herbst zeigen.

Problem ist Bepflanzung

Unabhängig vom städtischen Haushalt regte Gabriele Liebetrau (BB) im Ortsbeirat an, zu versuchen, Bürger zu finden, die Patenschaften für kleine Bereiche am Markt übernehmen. Liebetrau erinnerte daran, dass vor wenigen Jahren der damalige Kulturreferent Frank Wölfl ein Projekt gestartet hatte, um den Markt zu begrünen. Am Brunnen und an einzelnen anderen Stellen waren Blumenkörbe und kleine Beete platziert worden.

„Dieses Projekt hat kleine Dinge gebracht, aber es war leider nicht nachhaltig“, sagte Liebetrau. Das Problem sei, dass die angelegte Bepflanzung zu wenig gepflegt werde. Womöglich gebe es aber Bürger, die Patenschaften übernehmen würden. „Vielleicht könnte sich in einem bestehenden Verein ja auch eine Unterabteilung dafür bilden“, so Liebetrau. Der Ortsbeirat will über diese Idee demnächst erneut beraten. Klar ist für das Gremium aber bereits jetzt, dass Biedenkopf möglichst bald mit konkreten Planungen für ein neues Hallenbad beginnen sollte.

War Thema im Mai

„Eine Stadt wie Biedenkopf braucht ein Hallenbad, damit die Kinder schwimmen lernen und die Menschen schwimmen gehen können“, erklärte Ortsvorsteher Olbert den Vorstoß.

Schon in der Mai-Sitzung des Ortsbeirates hatte Fritz Schlagowsky (SPD) das Thema angesprochen. Er äußerte damals den Wunsch, dass der Neubau mittelfristig angegangen werden sollte – auch mit Blick darauf, dass Biedenkopf zunächst mit dem Neubau der Park-&-Ride-Anlage am Bahnhof und dem Neubau eines Kernstadt-Bürgerhauses zwei andere Großprojekte vor dem Bug hat. Seine Vision sei, dass in zehn Jahren ein neues Hallenbad stehen ­sollte.

Die Hallenbad-Planung

Um dem Vorschlag mehr Nachdruck zu verleihen, hat der Kernstadt-Ortsbeirat nun in seiner Juni-Sitzung die Hallenbad-Planung mit auf die Wunschliste für den Haushalt 2022 gesetzt. „Wir meinen das ganz ernst“, sagte Ortsvorsteher Olbert. Denn letztlich gehe es um ein Großprojekt, dessen Umsetzung einige Jahre in Anspruch nehmen werde.

Zugleich ist für den Kernstadt-Ortsbeirat klar: Ein neues Hallenbad sollte direkt neben dem Lahnauenbad ­stehen. Fritz Schlagowsky verwies darauf, dass die Stadt ein entsprechendes Grundstück besitze. Und: Der Standort eigne sich auch, weil er sich in der Nähe der Schulen befinde.

Weiterer Wunsch

Als weiteren großen Wunsch hat der Ortsbeirat schließlich das Ausgrabungsgelände am Schloss auf seiner Liste. Seit mehreren Jahren sei „das schöne Gelände“ nun schon aus Sicherheitsgründen für die Öffentlichkeit gesperrt, bedauerte Ortsvorsteher Olbert. Der Ortsbeirat hofft, dass die Instandsetzung des Areals im kommenden Jahr endlich erfolgen kann.

Die komplette Wunschliste

Der Biedenkopfer Ortsbeirat hatte schon im Mai folgende weitere Wünsche für den Haushalt 2022 benannt:

Neubau zweier Fußgänger-Brücken am Promenadenweg Richtung aus Ludwigshütte und in Sachsenhausen;

Überplanung der Parkplätze Lahnauenbad und „Pfefferacker“;

Erneuerung der Straße „Zum Musbach“ ab Abzweig Hausnummer 14 bis zum Wanderparkplatz;

Instandsetzung der Fußwege im Stadtpark, der Wege zum Schloss und der Treppe zwischen Hatzfelder Straße und Hasenlauf;

Aufstellung einer Willkommenstafel am Ortseingang von Eckelshausen her kommend.

Von Susan Abbe

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