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Hinterland Biedenkopfer forcieren Pläne für Hallenbad
Landkreis Hinterland Biedenkopfer forcieren Pläne für Hallenbad
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19:58 10.07.2019
In Biedenkopf mehren sich die Stimmen für den Bau eines neuen Hallenbads. Quelle: Fredrik von Erichsen/dpa
Biedenkopf

„Wenn wir über so etwas reden, müssten natürlich alle Ortsteile eingebunden werden“, sagte Ortsvorsteher Heinz Olbert (BB) in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats der Kernstadt.

„Ich habe den Eindruck, dass das Hallenbad ein Thema ist, das in Biedenkopf ungern angefasst wird“, sagte Olbert, „aber irgendwann sollten wir mal darüber reden.“

Hintergrund ist, dass es seit der umstrittenen Schließung des Hallenbades in Wallau vor mehr als zehn Jahren im Stadtgebiet kein Hallenbad mehr gibt.

Im Lahnauenbad in der Kernstadt gebe es in Biedenkopf ein wunderschönes Freibad, sagte Ortsvorsteher Olbert. Ein Hallenbad als Ergänzung zur ­Phase des Jahres, wenn das Freibad geschlossen ist, sei ein wichtiges Angebot für die Bürger.

Idee: Nachbarkommunen ins Boot holen

„Das würde sicher sehr teuer werden“, räumte Olbert ein, „aber in Biedenkopf wird auch für andere Dinge Geld ausgegeben, bei denen man durchaus geteilter Meinung sein kann.“ Der Ortsvorsteher regte an, das Thema breit in allen Stadtteilen zu diskutieren. Womöglich könnten auch Nachbarkommunen mit ins Boot geholt werden.

Bei anderen Ortsbeirats­mitgliedern kam der Vorschlag gut an. „Ein Hallenbad wäre für die Schulen sehr wichtig. Das wäre supertoll“, erklärte Marita Prätorius (BB). Detlef Stein (BB) brachte die Fläche zwischen dem Lahnauenbad und dem Restaurant „Die Esse“ als Standort ins Gespräch. Wichtige Infrastruktur sei dort bereits vorhanden.

Elterngruppe engagiert sich bereits

Miriam Bernhardt (CDU) wies darauf hin, dass es bereits seit Jahren eine Eltern-AG zum Thema Hallenbad gebe. „Die sind schon richtig weit“, sagte Bernhardt. Die AG habe bereits Ideen entwickelt und Zahlen ermittelt. Die AG soll zu einer der nächsten Ortsbeiratssitzungen einladen werden, beschloss das Gremium.

Der Ortsbeirat sprach auch über die Verwendung seiner Ortsbeiratsmittel. Olbert erläuterte, dass in diesem Jahr die Gruppe P.u.R., die die öffentlichen Anlagen im Stadtwald pflegt, 249 Euro erhält.

Zudem kam der Ortsbeirat überein, wenn möglich alle drei Kindertagesstätten in der Kernstadt mit je 249 Euro zu bedenken. Zu klären sei aber zunächst, ob es rechtlich möglich ist, mit Ortsbeiratsmitteln Kindergärten zu fördern, sagte Olbert. Weitere 249 Euro möchte der Ortsbeirat dazu verwenden, ­eine Bank auf dem Waldplatz Lippershard aufzustellen.

von Susan Abbe