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Hinterland Baurecht für Eckelshausen lässt auf sich warten
Landkreis Hinterland Baurecht für Eckelshausen lässt auf sich warten
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08:58 27.12.2020
Auf Entlastung vom Straßenverkehr müssen die Eckelshäuser weiterhin auf unbestimmte Zeit warten. Quelle: Archivfoto: Gianfranco Fain
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Eckelshausen

Mit dem Planfeststellungsbeschluss für die Eckelshäuser Ortsumgehung wird es dieses Jahr doch nichts mehr. Das hat Wolfgang Harms, Pressesprecher des Hessischen Wirtschafts- und Verkehrsministeriums, auf eine Presse-Anfrage mitgeteilt. Als Grund für die jetzige Verzögerung nennt Harms die Corona-Situation.

Noch Mitte November hatte Harms mitgeteilt, das Ministerium halte an seinem Ziel fest, den Planfeststellungsbeschluss für die Eckelshäuser Ortsumgehung im Bereich der Bundesstraße 62 noch bis Jahresende zu erlassen. Allerdings hatte der Ministeriumssprecher schon damals darauf hingewiesen, dass die Corona-Situation kurzfristige Änderungen des Personaleinsatzes erfordern könne. Und jetzt erklärt Harms: „Leider wird sich der Planfeststellungsbeschluss voraussichtlich bis ins erste Vierteljahr 2021 verzögern.“ Denn die aktuelle Corona-Situation zwinge in der gesamten Verwaltung dazu, Mitarbeiter kurzfristig zur Entlastung von Kollegen abzustellen. „Dies betrifft nicht nur unser Haus, sondern auch Behörden, die bei der Erarbeitung des Beschlusses zu beteiligen sind“, so Harms.

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Für die Eckelshäuser bedeutet das eine weitere Verzögerung in einer Reihe von Verzögerungen. Seit 2017 läuft das von den Anliegern lange herbeigesehnte Planfeststellungsverfahren für das Umgehungsstraßen-Bauprojekt. Mitte 2019 wähnten die Eckelshäuser sich fast auf der Zielgeraden: Ortsvorsteher Siegfried Engelbach (CDU) äußerte damals die Hoffnung, dass womöglich Ende 2019 der Planfeststellungsbeschluss erlassen werden könnte.

Stattdessen mussten 2019 dafür noch einige Unterlagen geändert und aktualisiert werden. Und das bedeutete, dass die Pläne erneut öffentlich ausgelegt werden mussten. Zunächst hieß es, die Offenlage werde Anfang 2020 erfolgen. Aber Bürgermeister Joachim Thiemig berichtete im Sommer, dass es wiederholt Verzögerungen gegeben und das Verkehrsministerium den Termin mehrfach verschoben habe. Letztlich lagen die Pläne im August und September im Biedenkopfer Rathaus aus; bis zum 7. Oktober konnten Einwände eingereicht werden. Laut Ministeriumssprecher Harms sind vereinzelt Stellungnahmen von Behörden und Trägern öffentlicher Belange eingegangen – „darunter aber keine grundsätzlichen Bedenken“.

Im November waren die Fachbehörden laut Harms schließlich dabei, diese Einwände gegen die geänderte Planung der Umgehungsstraße auszuwerten. Nächster Schritt wäre tatsächlich der Erlass des Planfeststellungsbeschlusses, mit dem Baurecht hergestellt wird. Darauf müssen die Eckelshäuser nun doch noch warten.

Von Susan Abbe