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Hinterland 19-Jähriger steht vor Gericht
Landkreis Hinterland 19-Jähriger steht vor Gericht
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18:00 27.11.2019
Ein 19-Jähriger Tatverdächtiger muss sich vor dem Marburger Amtsgericht verantworten. Er soll am 30. September bei einem Raubüberfall 2.200 Euro erbeutet haben. Quelle: Thorsten Richter
Marburg

Keine zwei Monate­ nach einem Raubüberfall in Gladenbach steht der Tatverdächtige am Donnerstag, 28. November, vor Gericht. In Raum 154 des Marburger Amtsgerichts wird das Schöffengericht unter dem Vorsitz von Richter Dominik Best ab 11 Uhr feststellen, ob es der angeklagte junge Mann war, der am 30. September die Angestellte eines Elektroinstallations-Unternehmens mit einer Softairwaffe bedrohte und die Herausgabe des Geldes in der Kasse verlangte. Mit mehr als 2.000 Euro floh der Täter, nachdem er der Angestellten mit dem Tode drohte, falls sie die Polizei informieren sollte.

Keine zwei Stunden nach der Tat nahmen Polizisten aus Marburg und Biedenkopf auf dem Gladenbacher Marktplatz ­einen 14- und einen 19-Jährigen fest. Während die Ermittler bald herausfanden, dass der 14-Jährige den älteren nur begleitete und nichts mit dem Raub zu tun hatte, wurde der 19-Jährige als dringend Tatverdächtiger in Untersuchungshaft festgehalten.

Nach Informationen der OP spielte sich der Raubüberfall folgendermaßen ab: Gegen 13.10 Uhr betrat ein offensichtlich junger Mann das Büro eines Handwerksbetriebes in der Kreuzstraße. Der maskierte Mann bedrohte die Angestellte mit einer Waffe und forderte die Herausgabe des Geldes aus der Kasse. Nachdem die Angestellte dem Räuber rund 2.200 Euro aushändigte, verließ dieser das Büro und floh zu Fuß.

Überwachungskamera 
half Ermittlern

Eine gute Täterbeschreibung ermöglichte es den Ermittlern, die Fahndung rund zwei Stunden später unweit des Tatortes auf dem Gladenbacher Marktplatz zu beenden und den im Hinterland lebenden 19-Jährigen als Tatverdächtigen fest-zunehmen. Ins Visier der Fahnder geriet er aufgrund seiner Kleidung und eines weiteren Indizes.

Zwar war er maskiert und trug eine andere Jacke, doch die Videoaufzeichnung einer Überwachungskamera zeigte auch die Bekleidung der unteren Körperhälfte. Die Aufzeichnungen stammten vom Vormittag, als ein junger Mann das Büro des Handwerksbetriebs betrat, das sich im Hinterhof ­eines Hauses der Kreuzstraße befindet.

Vermutlich während des Begleichens einer Rechnung erhielt der Tatverdächtige Kenntnis von dem ungewöhnlich hohen Betrag in der Kasse. Zudem vermuten die Ermittler, dass ­eine bei der Durchsuchung der Wohnung des Verdächtigen gefundene Softair-Waffe, die Tatwaffe sein könnte.   

von Gianfranco Fain