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Zeitmanagement bedeutet Prioritäten setzen

Studi-Ratgeber Zeitmanagement bedeutet Prioritäten setzen

Wenn es vor Prüfungen oder Abgaben eng wird, ist es wichtig, die richtige Strategie für sich zu finden. Der Zeitplan sollte außerdem genügend Pausen vorsehen, sagt die Expertin.

Marburg. Marlene Schütz vom Fachbereich Psychologie gibt für das Career Center der Uni Marburg Kurse zum Thema Zeitmanagement. Fester Bestandteil ist dabei ein Soll-Ist-Vergleich. „Die Studenten sollen für sich herausfinden, was ihnen persönlich wirklich wichtig ist“, erklärt Schütz. Denn für ein gutes Zeitmanagement sollte man unterscheiden zwischen Aufgaben, die wichtig und dringend sind und solchen, die wichtig aber nicht unbedingt dringend sind. „Dann gibt es noch Dinge, die aktuell dringend erscheinen, wie ein eingehender Telefonanruf, die aber nicht unbedingt wichtig sind.“

Wenn größere Aufgaben anstehen, sollte man diese in kleinere Schritte aufteilen und die Tätigkeiten für eine To-Do-Liste möglichst konkret benennen.

Ein Problem sieht Schütz darin, dass sich viele Menschen zu viel vornehmen und zu wenig Puffer veranschlagen. „Mein Vorschlag ist 40 Prozent zusätzliche Zeit einzuplanen, weil immer etwas dazwischen kommen kann oder man neuen Ideen nachgehen möchte“, rät Schütz. Wer es regelmäßig bewusst mache, bekomme ein immer besseres Gefühl dafür, Zeitdauern einzuschätzen.

Schütz vergleicht Zeitmanagement mit Sport: „Wie bei einem Muskel kann man einen Trainingseffekt erkennen.“ Bei der Suche nach der geeigneten Strategie darf man auch ruhig kreativ werden, ermutigt die Psychologin. Abseits der bekannten To-Do-Liste könnten zum Beispiel Post-Its oder Mehrfeldertafeln für unterschiedliche Prioritäten die eigenen Bedürfnisse an Planung erfüllen.

Bewusste Erholungsphasen sollten von Anfang an mit eingeplant werden. „Das ist wichtig und legitim. Lieber früher einplanen, als immer aufschieben“, unterstreicht die Expertin. Dies gilt ganz besonders, wenn die Prüfung oder die Abgabe näher rücken. Dann sind häufigere kurze Pausen oft erholsamer als nach zwei Stunden Durchlernen eine lange Pause zu machen.

Wird die Zeit knapp, hilft es, die Prioritäten nochmal kritisch zu überprüfen und den wichtigsten Lernstoff gegebenenfalls vorzuziehen. „Gedanken, die einen von der Arbeit ablenken, kann man aus dem Kopf bekommen, wenn man sie auf einen Zettel schreibt. Das kann auch gegen negative Gedanken und Ängste vor der Prüfung helfen. Zumindest ist es einen Versuch wert.“

von Philipp Lauer

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