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"Pack die Badehose ein" Schlösser, Burgen, Auen

Zehn Ausflugsziele

Schlösser, Burgen, Auen

Schlösser, Burgen und sogar Hafen locken in Marburg und der näheren Umgebung. Auf geht's über Höhen und in Täler, aufs Wasser oder in die Wälder.

Die Füße locker von der Schlossmauer baumeln lassen, das gehört zu den schönsten Dingen, die man bei Sonnenschein in Marburg tun kann.

© Nadja Schwarzwäller

Wer innerhalb der Stadtgrenzen bleiben will und sich noch nicht an den Sehenswürdigkeiten vor Ort satt gesehen hat, der sei zum Bleiben ermuntert. Der Klassiker schlechthin: ein Ausflug zum Landgrafenschloss. Entweder zu Fuß oder aber mit der Buslinie 10, für die in den Sommermonaten immer mal wieder der ein oder andere Tisch eines Straßencafés in der Oberstadt beiseite gerückt werden muss (Marburg at its best, wie ich persönlich finde: entspannt, charmant und unkompliziert). Bei passendem Wetter sollte man ein Picknick im Schlosspark planen und sich in jedem Fall den herrlichen Ausblick von der Schlossmauer aus gönnen (im Zweifel um die Minuten zu überbrücken, die man bei der „zu Fuß“-Variante braucht, um nach dem Aufstieg wieder einigermaßen normal atmen zu können). Ebenfalls einen tollen Blick hat man vom gegenüberliegenden Berg aus: „Spiegelslust“ ist ein weiteres „must have seen“ in Marburg. Und wenn man schon mal oben ist auf den Lahnbergen, dann vielleicht auch gleich noch in den Neuen Botanischen Garten? (Noch mehr Freizeittipps gefällig? www.marburg.de)

Wer ein Schloss bevorzugt, zu dem man nicht ganz so viele Treppen steigen muss, dem sei das idyllische Rauischholzhausen (in der Gemeinde Ebsdorfergrund) ans Herz gelegt. Dort gibt es einen 30 Hektar großen Englischen Landschaftspark zu genießen – und außerdem ganz wundervolle hausgemachte Scones im Café. Wir befinden uns aber nicht umsonst in Mittelhessen. Ausflugsziele ganz ohne Steigung sind selten. Und irgendwie ja auch langweilig. Wer es erst einmal zur Burgruine Frauenberg geschafft hat, der wird mit einem großartigen 360 Grad-Panoramablick belohnt. Mit 370 Metern ist der Frauenberg – eine vulkanische Basaltkuppe - die zweithöchste Erhebung der Lahnberge und man kann in den Keller- und Burgwald ebenso schauen wie auf den Knüll und das Rothaargebirge. Die gleichnamige Burg, deren Überreste noch auf dem Frauenberg stehen, ließ übrigens Sophie von Brabant, die Tochter der Heiligen Elisabeth errichten. Für ganz Wissbegierige in diesem Zusammenhang: Ruhig mal das Stichwort „Lumda-Plateau“ nachschlagen.

Kommen wir zur Amöneburg. Laut Wikipedia „die einzig nennenswerte Erhebung“ im Amöneburger Becken, das wiederum „eine der größten zusammenhängenden Ackerflächen Hessens“ darstellt. Über der „Stadt auf dem Berge“ – auch ein ehemaliger Vulkan - thront die gleichnamige Burg. Stadtmauer, Rundweg, Ausblick, voilà. Wer die Wanderschuhe für größere Unternehmungen schnüren möchte, der findet im Burgwald zwischen Frankenberg im Norden und Cölbe im Süden jede Menge Auslauf. Der „Silberseebob“ ist ein kleiner Freizeitpark in Frielendorf. Dort kann man nicht nur, wie der Name verrät, Bob fahren, sondern auch Trampolin springen, Tretboot fahren und Tiere streicheln. (Infos: www.silbersee-bob.de) Wen es schon immer mal in die Bäume gezogen hat, auch wenn er dort keine ökologisch motivierten Mahnwachen abhalten möchte, kann seit Neuestem an der „Dammühle“ (Wehrshausen) klettern gehen: in einem Kletterpark mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen von „Märchenwald“ in Bodennähe bis hin zum „Mount Everest“-Profi- Parcours. (Infos: www.kletterwald-marburg.de)

Dass Marburg im vergangenen Jahr ein „Hafenfest“ aus der Taufe hob, mag manchem Küstenbewohner nur ein mildes Lächeln entlocken. Trotzdem kommen Wasserratten in der Region durchaus auf ihre Kosten. Der Seepark Niederweimar lädt zum Baden, Sonnen, Beachvolleyball-Spielen und natürlich zum Wasserski-Fahren und Wakeboarden ein. Selbst einen FKK-Strand gibt es. (siehe: www.hotsport.de) Eine Nummer größer, dafür aber auch deutlich weiter weg: der Edersee, flächenmäßig der zweitgrößte Stausee in Deutschland. Badestellen, ein Aquapark, Jugendherberge und Campingplatz, sowie ein Wanderweg rund herum – jede Menge Möglichkeiten. Und wer das Fließgewässer bevorzugt: ab an die Lahn oder auf die Lahn, ganz nach Belieben. Dann mal ahoi, ihr mittelhessischen Matrosen!

von Nadja Schwarzwäller

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