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Nun will der Lenz uns grüßen Der Frühling, er wirkt und lebt

Zehn Frühlingszeichen

Der Frühling, er wirkt und lebt

Der Frühling bringt viel Schönes: Sonne, Licht, Biergärten. Doch er birgt auch Gefahren. Davon berichtet OP-Autorin Nadja Schwarzwäller.

Ein Krokus-Paradies: Der alte Botanische Garten bietet im Frühjahr ein Blütenmeer, das seinesgleichen sucht.

© Thorsten Richter

Aber Vorsicht – nicht dass sich einer zu früh freut. Ich möchte mahnen und warnen. Zum Beispiel vor den „Pisstöpfchen-Tagen“. Dieser Ausdruck stammt von einer Ärztin, die mir erzählt hat, dass sie in jedem Jahr in ihrer Praxis eine schöne Tradition beobachten kann (ähnlich wie die Vogeluhr oder der kurz darauf ausbrechende Virus namens „Der perfekte Weg zur Bikini-Figur“, der Frauenzeitschriften immer in dieser Jahreszeit wiederkehrend überfällt): Nach dem ersten halbwegs sonnigen Wochenende im Vorfrühling – an dem natürlich alle meinen, sie müssten sich in viel zu luftiger Kleidung aufs Fahrrad oder ohne isolierende Unterlage auf Gartenstühle setzen – stehen am Montag darauf die Blasenentzündungen Schlange. Und die „Pisstöpfchen“ (die kleinen Plastikbecherchen für den Urintest) können schon mal aufgereiht werden.

Kaum treiben die ersten Sonnenstrahlen das Thermometer mühsam in den zweistelligen Bereich, da gibt es eben kein Halten mehr: die Cabrio-Dächer werden geöffnet, die Eisdielen gestürmt. Apropos Frühlingsgefühle: Laut US-Wissenschaftlern bekommen nur Frauen im Frühling mehr Lust auf Sex, lese ich in einem meiner schlauen Statistik-Bücher. Aber in dem steht ebenfalls, dass Frauen auch die deutliche Mehrheit stellen, wenn es darum geht, sich in einem New Yorker Hotel aus ihrem Zimmer auszusperren (und wenn es darum geht, dies nackt zu tun) – ich weiß nicht, wie verlässlich diese Quelle wirklich ist. Und wenn wir schon von Frühlingsgefühlen sprechen, will ich Ihnen auch folgende Information nicht vorenthalten: In Datona Beach (Floria) verbietet ein Gesetz, öffentliche Mülleimer sexuell zu belästigen. Allen Ernstes.

Wenn man erst einmal anfängt, zu suchen, hört man gar nicht mehr auf, seltsame Fakten rund um den Frühling zu finden – mit einem mehr oder weniger direkten Bezug, zugegeben. Wussten Sie, dass es „Maiglöckchenhochzeit“ heißt, wenn man 13 Jahre verheiratet ist? Oder dass die „absolute Schwellenkonzentration“ beim Menschen, bei der er Gerüche wahrnimmt, bei 10 hoch 7 Molekülen pro Milliliter Luft liegt? Geben Sie „Frühling“ mal in die Suchmaschine Ihres Vertrauens ein – 24 Millionen Treffer. Für Gärtner, Esoteriker oder Allergiker, für alle was dabei. Die Kombination aus „Frühling“ und „Marburg“ bringt übrigens auch noch stolze 634.000 Ergebnisse. Falls Sie vor Ort, Schwierigkeiten haben, den Frühling zu entdecken, hilft unsere Liste Ihnen gern weiter. Altmeister Goethe hat das Schlusswort: „Der Frühling, er wirkt und lebt“.

von Nadja Schwarzwäller

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