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Luisabad und Biegeneck - sind weg

Zehn Dinge, die es nicht mehr gibt Luisabad und Biegeneck - sind weg

Viel Schönes gab's in Marburg, was es heute nicht mehr gibt. Manches mag auch weniger schön gewesen sein, aber im nostalgischen Rückblick werden selbst scheinbare Alltäglichkeiten zu Kleinoden der Erinnerung. OP-Redakteurin Gabriele Neumann blickt zurück - und nach vorn.

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Das Luisabad stand bis 1997 dort, wo heute die Volksbank Mittelhessen steht. Das Archivfoto von Claus Steller zeigt das Bad so, wie es im Jahr 1980 aussah.

Und hier ist sie, unsere Liste mit den zehn Dingen, die es in Marburg nicht mehr gibt:

1. Die Straßenbahn

2. Freibäder in der Lahn

3. Das Gaswerk

4 . Das Luisabad

5. Die Marburger Brauerei

6. Die Zahnradbahn

7. Das Biegeneck

8. Bopps Terrassen

9. Das Rex-Kino in der Schwanallee

10. Die Stadtsäle

Fangen wir, wie immer, mit der Nummer eins der Liste an. Zugegeben, die Straßenbahn ist schon ziemlich lange aus Marburg verschwunden. Sie fuhr von 1911 bis 1951. Heute erinnert nur noch ein kleines Schienenstück in einem privaten Hof am Wilhelmsplatz an die Linie vom Bahnhof über die Unistraße bis zum Wilhelmsplatz. Mancher mag eine Straßenbahn für eine Stadt der Größe Marburgs höchst exotisch finden, aber vor dem Ersten Weltkrieg war diese Art des öffentlichen Nahverkehrs höchst modern. Dass Modernes oft allzu schnell veraltet, mussten auch die Schwimmer in der Lahn erfahren.

Viele Freibäder gab es in vergangenen Zeiten entlang der Lahn im Stadtgebiet, vor allem im Biegen, am Wehrdaer Weg und Auf der Weide. Allerdings waren die Umstände des Badens weit spartanischer als man es von aktuellen Freibädern kennt. Meist schwammen einfach Pontons auf der Lahn, entlang derer Badefreudige ins - natürlich unbeheizte - Wasser der Lahn springen konnten. Bis in die 50er Jahre waren alle diese Bäder verschwunden. Das Sommerbad am Trojedamm war eine gute Alternative - bis das 50-Meter-Becken dem Bau des Aquamar zum Opfer fiel und durch ein kleines Planschbecken, im Volksmund liebevoll "Taufbecken" genannt, ersetzt wurde. Vielleicht liegt es daran, dass heute - trotz offiziellen Badevertots in der Lahn - viele Menschen vor allem am Hirsefeldsteg gerne ein Bad in der Lahn nehmen. Dort gibt es nämlich viele seichte Stellen in dem kleinen Fluss. Übrigens: Der alte Hirsefeldsteg gehört auch der Vergangenheit an. An der Stelle des alten Holzstegs aus dem Jahr 1913 wird am Freitag eine neue Fußgängerbrücke eingeweiht - vermutlich unter dem Protest der Anwohner.

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... Orte, die man nicht gesehen haben muss

Fast wäre gleich zu Beginn alles schief gegangen. Und OP-Autorin Nadja Schwarzwäller gar nicht in Marburg geblieben. Glücklicherweise fanden sich nach einem markanten Punkt unserer Liste aber noch genügend andere Orte, die sie überzeugten.

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