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Zehn Dinge . . . Eine Stadt ist eine Uni ist eine Stadt
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14:42 11.01.2011
Die Fachwerkidylle in Marburg trägt wesentlich zum Bild Marburgs in der Öffentlichkeit bei. Quelle: Nadja Schwarzwäller
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1. „Andere Städte haben eine Universität, Marburg ist eine." - anonym

2. „Zu Marburg muss man seine Beine rühren und Treppe auf, Treppe ab steigen." - Jacob Grimm (1785 - 1863)

3. „Wenn ich was übersetzt habe, von dem ich nicht weiß, ob man es öffentlich vorlesen kann, versuche ich es zuerst in Marburg, weil das Marburger Publikum provinziell, aber akademisch ist." - Harry Rowohlt (geb. 1945)

4. „Die in Jahrhunderten bewährte und befestigte Schönheit des Städtchens, das von der Heiligen Elisabeth (Anfang des 13. Jahrhunderts) beschützt wird, hat eine gewisse dunkle und mächtige Neigung zur Orgel, zur Gotik, zu etwas jäh Abgebrochenem und nicht Vollendetem, was hier vergraben liegt." - Boris Pasternak (1890 - 1960)

5. „Wenn man in Marburg einkaufen oder essen gehen will, muss man viel Geduld mitbringen, denn wie in jeder Universitätsstadt stehen hinter allen Theken und Geschäftstresen Studenten." - Wladimir Kaminer (geb. 1967)

6. „Die Studenten wirken ein wenig ungebärdig und wild, sind aber furchtbar höflich." - T.S. Eliot (1888 - 1965)

7. „Marburg ist geradezu herrlich. Als ich ankam und alles nun selber schauen konnte, wusste ich kaum, wo mir der Kopf stand, so sehr überwältigte mich das." - Ernst Reuter (1889-1953)

8. "Ich freue mich an den hochgiebelig, Erker geschmückten Fachwerkhäusern, die mir zum ersten Male einen reinen Begriff von dem gaben, was Goethe das Anmutig-Beschränkte des bürgerlichen Zustandes nennt." - Werner Bergengruen (1892-1964)

9. "Ich ging 1938 nach Leipzig und damit fand ein Marburger Dasein von fast zwei Jahrzehnten sein Ende, wie ein zu Ende geträumter Traum. (Als ich nach Marburg) zurückberufen wurde, habe ich den Ruf nicht angenommen. Träume gehen nicht in Erfüllung. Ihre Erfüllung liegt in ihnen selbst." - Hans-Georg Gadamer (1900-2002)

10. "Lunchtime!" - der frisch zum Ehrendoktor ernannte Dalai Lama am Ende seiner langen, langen Rede im Landgrafenschloss.

Mehr Zitate zu Marburg finden Sie unter anderem auf der Internetseite der Philipps-Universität.

Ich mag Menschen, die es auf den Punkt bringen und die das Wesentliche im Blick haben. Insofern ist „Lunchtime!“ meine persönliche Nummer Eins dieser Liste, unangefochten. Auch wenn dieses Zitat als Ende der Rede des Dalai Lama lediglich in Marburg gesagt wurde und eigentlich gar nichts über Marburg aussagt. Wussten Sie übrigens, dass Felix Magath der „Fußball-Dalai-Lama“ genannt wird? Und ebenfalls herrlich präzise Zitate liefert? „In diesem Drecksspiel hätte ich zehn Akteure auswechseln können“, gefällt mir beispielsweise sehr. Aber wir schweifen ab. Was Marburg angeht, stimme ich indes inbrünstig Ernst Reuter zu, der es „geradezu herrlich“ fand. Finde ich auch.

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