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Ein Volk von Philosophen sollt ihr sein

Zehn Berühmtheiten Ein Volk von Philosophen sollt ihr sein

Überprüfen wir doch mal, was uns zu den Namen der zehn Berühmtheiten unserer aktuellen Liste einfällt. Wer jetzt zugeben muss: nicht allzu viel, der befindet sich in bester Gesellschaft. OP-Autorin Nadja Schwarzwäller macht Mut zur Wissenslücke.

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Hermann Jacobsohn war Sprachwissenschaftler an der Philipps-Universität. Als er 1933 wegen seines jüdischen Glaubens Berufsverbot erhielt, beging er Selbstmord. Erst seit wenigen Jahren ist eine Straße in Marburg nach ihm benannt, passenderweise ist dort der Deutsche Sprachatlas angesiedelt.

Quelle: Nora Goldschmidt

Aber zuerst einmal die Liste, zusammengestellt von OP-Mitarbeiterin Nora Goldschmidt:

1. Georg Gaßmann: Sozialdemokratischer Politiker und von 1951 bis 1970 Oberbürgermeister Marburgs. Ihm verdankt die Stadt mehrere Schulen, die Stadtautobahn und zahlreiche weitere große Bauprojekte.

2. Adolf Reichwein: Wegweisender Reformpädagoge und Widerstandskämpfer gegen die nationalsozialistische Diktatur. Er studierte 1920 - 21 in Marburg. Er wurde am 20. Oktober 1944 hingerichtet.

3. Paul Natorp: Philosoph und Professor an der Marburger Universität (1885 bis 1922). Er unterrichtete Ethik, Sozialphilosophie und Sozialpädagogik, gründete mit Hermann Cohen die "Marburger Schule".

4. Erwin Piscator: Regisseur und Theaterleiter, der besonders das politisch-dokumentarische Theater schätzte. Verbrachte seine Jugend in Marburg. Nach ihm wurde die Marburger Stadthalle benannt.

5. Philipp Scheidemann: Politiker und bedeutender Vertreter der deutschen Sozialdemokratie. Er war es, der 1918 in Berlin die Weimarer Republik ausrief.Von 1888 bis 1895 lebte er in Marburg in Zwischenhausen 18 und arbeitete als Setzer - und besuchte viele Vorlesungen.

6. Otto Ubbelohde: Maler und Grafiker. Wurde berühmt durch seine Zeichnungen zu den Märchen der Brüder Grimm.Er lebte in Goßfelden bei Marburg.

7. Bettina von Arnim: Freundin Goethes und Schriftstellerin der Romantik. Ihre Dichtungen über Marburg machten die Stadt unsterblich.

8. Gustav Heinemann: Erster Innenminister der Bundesrepublik. Ein besonderes Anliegen war ihm die gesellschaftliche Eingliederung von Randgruppen sowie die Versöhnung Deutschlands mit seinen Nachbarn nach dem Zweiten Weltkrieg. Heinemann lebte von 1919 bis 1920 in der Weidenhäuser Straße 16 1/2.

9. Hermann Jacobsohn: Sprachwissenschaftler und Professor an der Marburger Universität. Als jüdischer Professor engagierte er sich für die deutsche Mundartforschung, bis er 1933 Berufsverbot erhielt und Selbstmord beging.

10. Rudolf Bultmann: Evangelischer Theologe und Professor an der Marburg Universität (1921 bis 1951). Er veröffentlichte zahlreiche Werke über das Neue Testament und schuf so die Grundlage der theologischen Forschung.

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... Orte, die man nicht gesehen haben muss

Fast wäre gleich zu Beginn alles schief gegangen. Und OP-Autorin Nadja Schwarzwäller gar nicht in Marburg geblieben. Glücklicherweise fanden sich nach einem markanten Punkt unserer Liste aber noch genügend andere Orte, die sie überzeugten.

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