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Zehn Dinge . . . Da guckt ihr in die Röhre
UNIversum Zehn Dinge . . . Da guckt ihr in die Röhre
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15:39 08.11.2010
Alfred Wegener entwickelte in Marburg die Theorie der Kontinentalverschiebung. Am Renthof erinnert eine große Plakette am Eingang zu einem Physik-Gebäude an den berühmten Marburger. Quelle: Nora Goldschmidt

Zehn wichtige Dinge haben wir hier zusammengetragen. Wichtig allein schon deshalb, weil Marburger Bürger an ihrer Entstehung maßgeblich beteiligt waren. Als da wären:

1. Die Sozialdemokratische Arbeiterpartei: Wilhelm Liebknecht, Mitbegründer der von Marx beeinflussten Partei, lebte von 1846 bis 1847 in der Wettergasse 9.
2. Der Roman "Doktor Schiwago": Der Literatur- Nobelpreisträger Boris Pasternak wohnte während des Sommersemesters 1912 in Marburg.
3. Die Reformation Hessens: Inspiriert von Luthers Reden führte Landgraf Philipp der Großmütige 1526 in Hessen die Reformation ein.
4. Die Kontinentalverschiebungstheorie: Der Geophysiker und Forschungsreisende Alfred Wegener entwickelte zu seiner Zeit als Privatdozent an der Marburger Universität die Theorie, dass es ursprünglich nur einen Kontinent gab, dessen Teile danach auseinanderdrifteten.
5. Der Bunsen-Brenner: Robert Wilhelm Bunsen war zwölf Jahre lang Direktor des Chemischen Institus der Marburger Universität.
6. Die berühmteste Sammlung altdeutscher Märchen, Sagen und Dichtungen: Die Brüder Jacob und Wilhelm Grim studierten lange Zeit in Marburg.
7. Die Kernspaltung: Otto Hahn, einer der Entdecker der Kernspaltung promovierte 1901 in Marburg.
8. Der Dampfkochtopf: Der französische Arzt und Naturforscher und Erfinder des Dampfkochtopfs Denis Papin unterrichtete von 1687 bis 1695 Mathematik an der Marburger Universität.
9. Die Braunsche Röhre (bekannt aus dem Physik-Unterricht): Auch der Physiker Karl Ferdinand Braun lebte einige Zeit in Marburg.
10. Die Heilseren gegen Diphtherie und Wundstarrkrampf: Der wohl bekannteste Marburger Mediziner, Emil von Behring, gilt als Wegbereiter der Serumbehandlung. Er arbeitete als Professor für Hygiene an der Marburger Universität.

Was wäre unsere Moderne ohne Erfinder und Erfindungen aus Marburg. Wir hätten einen Kühlschrank, aber keine SPD. Wir hätten die Relativitätstheorie, aber keinen Dampfkochtopf. Von Kerne spalten bis in die Ferne sehen (die Braun’sche Röhre war Bestandteil jedes guten, alten, nicht umsonst so genannten Röhren-Fernsehers!) – schon erstaunlich, wozu eine Stadt ihre Bewohner so alles inspirieren kann. Obwohl ich bezweifle, dass wir sämtliche Märchen der Brüder Grimm oder den kompletten „Doktor Schiwago“ Marburg ganz allein zu verdanken haben. Aber sei’s drum. Inspiration ist das Stichwort.

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