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Wissenswertes Hörsäle an der Uni werden voller
UNIversum Wissenswertes Hörsäle an der Uni werden voller
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18:59 27.10.2010
Semsterstart an der Uni Marburg: Die Einführungsveranstaltung des Fachbereichs Medizin fand im Audimax statt - dem größten Hörsaal an der Hochschule. Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die Studierendenstatistik bringt es an den Tag: Ein neuer Höchststand an Studierenden ist erreicht. Wurden zum Start des Wintersemester noch 21 597 eingeschriebene Studierende gezählt, so hat sich diese Zahl noch einmal um rund 250 erhöht und beträgt nach Auskunft von Uni-Sprecherin Dr. Susanne Igler nun 21 841. Es gibt 5 590 Ersteinschreibungen – davon sind 3 228 Studierende im ersten Hochschulsemester. Unter den Marburger Studenten zu Beginn des neuen Wintersemesters sind 2136 ausländische Studierende, die meisten davon kommen aus China, der Russischen Föderation, Türkei und USA.

„Das bedeutet ein Allzeithoch für die Marburger Universität. Wir nähern uns der Marke von 22 000 Studierenden“, betont die Marburger Uni-Präsidentin Professorin Katharina Krause. Noch ist allerdings ein wenig Spielraum nach oben und nach unten, weil die Statistik durch verspätete Rückmeldungen oder kurzfristige Abgänge noch geringfügige Korrekturen erfahren könnte. Laut Krause soll am Stichtag 15. November die endgültige Marburger Studierendenzahl feststehen.

Bereits jetzt aber kann die Marburger Uni-Präsidentin eine erste Analyse der Gründe für den Anstieg vorlegen. So sei die Zunahme der Studierendenzahlen vor allem in den Fächern zu verzeichnen gewesen, in denen es bei der Auslastung noch „Luft nach oben“ gegeben hätte.

Dies betrifft nach Krauses Angaben vor allem die Theologie, Physik, die Rechtswissenschaften und kleinere geisteswissenschaftliche Fächer sowie Informatik, Mathematik und Chemie. Aber auch in den Fachbereichen Biologie und Geographie habe es einen erneuten Zuwachs der Studierendenzahlen gegeben. Einen deutlichen Anstieg verzeichnete die Philipps-Universität auch bei den Masterstudiengängen. Dort betrug die Zuwachsquote gegenüber dem Vorjahr laut Krause 38 Prozent.

Noch unklar sei jedoch, ob dieser Anstieg nur auf Marburger Studierende zurückzuführen sei, die ihren Bachelor-Studiengang abgeschlossen hätten. Für die Analyse sei es interessant, nachzuvollziehen, wie hoch der Anteil von Studierenden anderer Universitäten sei, die für die Aufnahme eines „Master“-Studiengangs nach Marburg gewechselt seien. Auf jeden Fall sei der Anstieg bei den „Master“-Studierenden sehr erfreulich für den Hochschul-Standort Marburg. „Denn wir hatten eine Zeitlang die Befürchtung, dass die Master-Studierenden ausbleiben würden“, so Krause.

Im Uni-Senat machte die Marburger Uni-Präsidentin deutlich, dass sich spätestens ab dem Jahr 2013 die Studierendenzahl an der Marburger Hochschule voraussichtlich noch einmal signifikant erhöhen werde.

Aufgrund der doppelten Abiturjahrgänge müsse die Uni Marburg wohl ab dem Wintersemester 2012/2013 zu der bereits jetzt hohen Zahl der Erstsemester noch einmal 2 000 zusätzliche Studienanfänger aufnehmen.

„Die hessische Landesregierung wünscht sogar, dass wir dann darüberhinaus noch 500 weitere Studierende aufnehmen“, erläuterte Krause im Senat. Doch die Verwirklichung dieser Pläne sei nicht möglich ohne die Bereitstellung zusätzlicher Räume für die Lehre. Das sei besonders wichtig in den naturwissenschaftlichen Fächern, wo die Anzahl der Laborplätze entscheidend sei für eine sinnvolle Betreuung.

von Manfred Hitzeroth