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Wissenswertes Alter und Schulabschluss sind egal
UNIversum Wissenswertes Alter und Schulabschluss sind egal
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11:52 14.10.2010

Nicht nur immatrikulierte Studenten dürfen in Marburg vom geballten Wissen der Universität profitieren: Das Studium Generale ist ein Angebot an alle Interessierten, unabhängig von Alter oder Schulabschluss.

Wer bei den Vorträgen in den Hörsaal schaut, der sieht zwar viele junge Leute. Aber in der Mehrheit finden sich Menschen ein, die das Studi-Alter längst hinter sich gelassen haben: ganz „normale“ Bürger. „Das Studium Generale richtet sich an alle. Es ist so auch eine Möglichkeit für die Fachbereiche, sich in Marburg zu präsentieren“, sagt Professor Paul Galland, der an der Uni für die Organisation des Studium Generale zuständig ist.
An vielen deutschen Hochschulen gehört ein solches Angebot sozusagen zum Inventar, während es im Ausland nur wenige Unis gibt, die sich in dieser Form für die Außenwelt öffnen.

Doch was heißt hier „Inventar“: Das klingt zumindest für das Beispiel Marburg viel zu verstaubt. Denn hier wird das Studium Generale tatsächlich mit Leben gefüllt.

An jedem Mittwoch im Semester gibt es im Audimax, Biegenstraße 14, einen Vortrag, der in das Studium-Generale-Thema des jeweiligen Semesters passt. Im Wintersemester 2010/11 stehen die Vorträge unter
dem Leitmotiv „Biodiversität“.

Geplant sind folgende Vorträge:
- 27. Oktober: „Die Rolle der biologischen Vielfalt im globalen Wandel“
- 3. November: „Biodiversität als Herausforderung und Chance“
- 10. November: „Pilze und Biodiversität im System Boden-Pflanze“
- 17. November: „Biodiversität und Landwirtschaft – eine Chance für 2020?“
- 24. November: „Geheimnis Tiefsee: Lebensvielfalt auf Basis fremder Energiequellen“
- 1. Dezember: „Von Pflanzern, Kammerjägern und Ökosystemingenieuren: Wie biologische Vielfalt unsere Lebensqualität bestimmt“
- 8. Dezember: „Diversität und Stoffwechselvielfalt von Bakterien und Archaeen in der Natur“
- 15. Dezember: „Leben in eisigen Tiefen: Artenvielfalt in der Antarktis“
- 22. Dezember: „,Und diese Schätzung war die Allererste...‘ – Unentdeckte Arten, verborgene Biodiversität“
- 12. Januar: „Diversitätsschwankungen von Landpflanzen während der letzten 400 Millionen Jahre“
- 19. Januar: „Sprachenvielfalt und ihre Bedeutung für die menschliche Kognition“
- 26. Januar: Biodiversität und Landnutzungswandel im Hochgebirge
- 2. Februar: „Biodiversität: Motor des Ökosystems“
- 9. Februar: „Natura artis magistra: Von Dürers Rhinozeros, Ghirlandaios Giraffe und Berninis Elefant“
- 16. Februar: „Die Evolution von Biodiversität: Ist die Kapflora atypisch?“

von Sabine Nagel-Horn