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Wichtige Entscheidungen kann man aufschieben

Dazu habe ich meine Meinung geändert Wichtige Entscheidungen kann man aufschieben

„Man sollte Entscheidungen treffen, wenn sie sich richtig anfühlen und nicht in der Erwartung aufschieben, dass irgendwann einmal ein besserer Moment dafür kommt“, findet Professorin Carmen Birkle. Und das kam so:

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Prof. Birkle, Institut für Anglistik und Amerikanistik. Archiv

Quelle: Philipp Lauer

Marburg. Ich habe gelernt, wichtige Entscheidungen nicht mehr vor mir herzuschieben in der Hoffnung, dass irgendwann einmal der richtige Zeitpunkt kommt, um sie umzusetzen.

Sicherlich hat das akademische Leben damit viel zu tun, da man mit Kurzzeitverträgen, in unserem Fach der Amerikanistik mit häufigen Auslandsaufenthalten und einer ungewissen beruflichen Zukunft Familienplanung oder Wohnungskauf oder ehrenamtliches Engagement in lokalen Einrichtungen scheinbar schwer in Einklang bringen kann. Die Zeiten haben sich etwas geändert, vor allem für Frauen, so dass die Vereinbarkeit von persönlichen Entscheidungen und beruflichen Entwicklungen etwas eher möglich ist. Man sollte solche Entscheidungen treffen, wenn sie sich richtig anfühlen und nicht in der Erwartung aufschieben, dass irgendwann einmal ein besserer Moment dafür kommt.

Früher einmal dachte ich, dass sich die Gleichstellung der Frauen automatisch als Folge der Frauenbewegung und einer, zumindest in der akademischen Welt, offeneren und toleranteren Gesellschaft einstellen würde. Heute glaube ich das nicht mehr.

Es ist mehr denn je wichtig, Backlash-Tendenzen frühzeitig zu erkennen und ihnen aktiv entgegenzutreten. Die Proteste von einigen Frauen gegen das sexistische Verhalten in Teilen der neuen US-amerikanischen Regierung machen das sehr deutlich.

In dieser Rubrik berichten Wissenschaftler, welche Überzeugungen sie im Laufe des Lebens über Bord geworfen haben. Wenn Sie sich beteiligen möchten, schicken Sie uns gern eine Mail an universum@op-marburg.de

von Carmen Birkle

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