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Mutation von Viren erforscht

Forschung Mutation von Viren erforscht

Marburger Virologen haben die Ursache für schwere Krankheitsverläufe bei der Schweinegrippe heraugefunden.

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Der Marburger Forscher Dr. Mikhail Matrosovich betrachtet in seinem Labor auf den Lahnbergen unter dem Mikroskop eine Probe. Mit seiner Arbeitsgruppe erforscht er die gefährlichen Mutationen von Schweinegrippe-Viren.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Marburger Virologen haben die Ursache für schwere Krankheitsverläufe bei der Schweinegrippe heraugefunden. Eine minimale Änderung führt zu einer fatalen Wirkung: Der Austausch eines einzigen Bausteins des Proteins Hämagglutinin genügt, damit das Schweinegrippe-Virus neue Zielzellen befällt und lebensbedrohliche Atemwegsbeschwerden auslösen kann.

Wie das genau funktioniert, das haben Virologen aus Marburg und London herausgefunden: Die abgewandelten Viren infizieren bevorzugt bewimperte Zellen in Lunge und Bronchien.

Die „Neue Grippe“ weitete sich im vergangenen Jahr zu einer weltweiten Seuche aus, die durch das Influenzavirus H1N1 verursacht wurde. Erst vor kurzem gab die Weltgesundheitsorganisation Pandemie-Entwarnung. „Auch wenn die meisten Krankheitsfälle mild verliefen, verursachte das Virus mitunter schwere und sogar tödliche Infektionen“, erläutert der Marburger Virologe Dr. Mikhail Matrosovich. Die Ergebnisse seiner im „Journal of Virology“ veröffentlichten Forschungsarbeiten stellen wir auf der „Forschung“-Seite vor.

von Manfred Hitzeroth

Mehr lesen Sie am Freitag in der Printausgabe der OP.

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