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Ein Historiker in doppelter Funktion

Professor Roderich Schmidt Ein Historiker in doppelter Funktion

Der Historiker Professor Roderich Schmidt verstarb am 12. September in Marburg. Der emeritierte Historiker der Philipps-Universität und frühere Direktor des Herder-Instituts lebte und wirkte fast 45 Jahre in Marburg.

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Der verstorbene Professor Roderich Schmidt.

Quelle: Privatfoto

Marburg. Geboren wurde er am 7. Februar 1925 in Demmin/Vorpommern. An der pommerschen Landesuniversität Greifswald studierte er Geschichte, Germanistik, Theologie und Philosophie. Geschichte wurde sein Hauptarbeitsgebiet, von dem er die Verbindung zur Germanistik und Theologie hielt.

Das Studium bei dem Historiker Adolf Hofmeister prägte seinen wissenschaftlichen Werdegang: Er promovierte 1951 mit den „Studien über Eike von Repgow und den Sachsenspiegel“. 1958 musste Roderich Schmidt mit seiner Frau und Tochter seine Heimat aus politischen Gründen verlassen.

Er kam nach Bonn zu dem Mediävisten Helmut Beumann, mit dessen Berufung nach Marburg auch er 1964 an die Philipps-Universität wechselte.

Schmidt übernahm 1967 für fast drei Jahrzehnte den Vorsitz der Historischen Kommission für Pommern. In den Jahren um 1970 wurde er in den Herder-Forschungsrat und zu dessen Geschäftsführer gewählt, habilitierte an der Uni, wurde zum Professor und schließlich zum Direktor des Herder-Instituts berufen.

von Dr. Peter Wörster

Mehr lesen Sie am Mittwoch in der Printausgabe der OP.

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