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Was man zur BAföG-Rückzahlung wissen sollte

Studi-Ratgeber Was man zur BAföG-Rückzahlung wissen sollte

Wer als Student vom Bundesausbildungsförderungsgesetz, kurz BAföG, profitiert hat, muss es nach fünf Jahren zurückzahlen. Was gibt es dabei zu beachten?

Marburg. Die Post vom Bundesverwaltungsamt (BVA) kam kurz vor Weihnachten, „quasi als Geschenk“, kommentiert die Empfängerin, eine ehemalige Marburger Studentin. In dem Brief wird sie aufgefordert, ihr BAföG-Darlehen, das sie während ihres Studiums erhalten hat, zurückzuzahlen. Die erste Rückzahlungsrate ist bereits in einem halben Jahr fällig. Damit hatte die Absolventin nicht gerechnet - noch nicht. „Ich dachte, die Rückzahlung beginnt erst fünf Jahre nach Ende des letzten Studienabschlusses“, sagt die junge Berufseinsteigerin. In ihrem Fall: der Master. Dieser liegt erst drei und nicht fünf Jahre zurück.

Laut Angaben des BVA, das für die Rückzahlungangelegenheiten des BAföGs zuständig ist, beginnt die Rückzahlung zwar erst fünf Jahre nach Ende der Förderungshöchstdauer. Gemeint ist aber der zuletzt im ersten Ausbildungsabschnitt, in diesem Fall: Bachelor, absolvierte Studiengang. Wenn man also nach seinem Bachelor einen Master macht, verlängert sich die Frist für die Rückzahlung des Geldes aus dem Bachelor nicht. Geht der Master beispielsweise zwei Jahre, ist das Geld drei Jahre nach diesem fällig.

Die gute Nachricht ist, dass, wer erstmals im März 2001 (oder später) ein Studium aufgenommen hat, maximal 10000 Euro des gesamten Tilgungsbetrages zurückzahlen muss - auch wenn mehr BAföG als Darlehen gezahlt wurde. Dieser Betrag gilt für beide Studiengänge: Bachelor und Master.

Von sehr guten Leistungen im Studium profitieren

Gut zu wissen ist es außerdem, dass alle, die ihr Studium bis zum 31. Dezember 2012 abgeschlossen haben, die Möglichkeit auf einen Teilerlass haben, etwa wegen sehr guter Leistungen oder aufgrund einer kürzeren Studierdauer.

Die Schulden können in mehreren Raten oder auf einen Schlag beglichen werden. Sollte eine vorzeitige Rückzahlung, sei es durch höhere Beträge oder in einer Summe möglich sein, ist dies zu empfehlen, da dies „satte“ Rabatte mit sich bringt.

Damit das BVA zur Rückzahlung des Darlehens auffordern kann, benötigt es eine aktuelle Adresse. Wer vergisst, sie anzugeben, zahlt für die Anschriftenermittlung. Adressänderungen können online auf der Internetseite des Bundesverwaltungsamtes vorgenommen werden: www.bva.de

Weitere Informationen zur BAföG-Rückzahlung findet ihr auf www.bafoeg-rechner.de

von Ruth Korte

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