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Uni und Stadt Von Dryander über Baldinger zu Behring
UNIversum Uni und Stadt Von Dryander über Baldinger zu Behring
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19:37 14.10.2010
„Der lange Anton“ ist eines der eindrucksvollen Exponate der Medizingeschichte im „Museum anatomicum“. Quelle: Universität
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Marburg. „Medizin in Stadt und Land: Neuere medizinhistorische Forschungen und ihre Perspektiven“: Dies ist das Thema einer Veranstaltung der Emil-von-Behring-Bibliothek für Geschichte und Ethik der Medizin der Marburger Universität. Anlass ist ein besonderer Geburtstag: Vor zehn Jahren erhielt das ehemalige Institut für Geschichte der Medizin den Namen des berühmtesten Marburger Medizinprofessors Behring. Bereits im Sommersemester 2010 gab es aus Anlass des „kleinen Jubiläums“ eine Filmreihe mit dem Titel „Medizin in bewegten Bildern“.

Standesgemäß gehört auch ein Vortrag rund um Behring mit zum Programm der Tagung: Ulrike Enke hält ein Referat zum Thema „Behrings Briefe neu gelesen“.

Außerdem wird der Marburger Pharmaziehistoriker Professor Christoph Friedrich in einem Vortrag die Anfänge der von dem ersten Medizin-Nobelpreisträger gegründeten und nach ihm benannten Behring-Werke unter der Werksleitung von Dr. Carl Siebert schildern.

Professor Matthias Rothmund, Dekan des Fachbereichs Medizin der Universität, eröffnet die Veranstaltung, in deren Verlauf die Referenten mit verschiedenen Forschungsansätzen und Methoden, aber jeweils mit dem Fokus auf den lokalen Bezugsrahmen, neue Einblicke in die Medizin- und Sozialgeschichte der Stadt und Universität Marburg und ihres Umlandes ermöglichen.

Der emeritierte Medizin-Historiker Professor Gerhard Aumüller berichtet über zwei Mediziner aus der Frühzeit der Anatomie: Johannes Dryander (1500 bis 1560), einen der ersten Mediziner der Marburger Hochschule, sowie dessen Schüler Burkhard Mithobius (1501 bis 1565).

Die Kulturwissenschaftlerin Professorin Marita Metz-Becker stellt einen Marburger Mediziner aus einer späteren Ära der Marburger Medizingeschichte vor: Es handelt sich dabei um Ernst Gottfried Baldinger (1738 bis 1804) und seine Stellung im Kontext der Aufklärung. Er erneuerte als Professor der Medizinischen Fakultät die Heilkunde an der Universität Marburg.

von Manfred Hitzeroth

Mehr lesen Sie am Freitag in der gedruckten OP.

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