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Uni gibt weniger Geld fürs Putzen aus

Philipps-Universität Marburg Uni gibt weniger Geld fürs Putzen aus

Das Putzen in Gebäuden der Universität ist derzeit ein heißes Thema: Rund 20 Beschwerden pro Tag erhält der Marburger Uni-Kanzler Dr. Friedhelm Nonne rund um die Probleme mit der Reinigung.

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Der Reinigungsdienst an der Universität beschäftigte den Senat in seiner Sitzung am Montag.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Im Uni-Senat war am Montag zum wiederholten Mal die Reinigung der Uni-Gebäude ein Thema.

„Dass wir in diesem Gremium jetzt schon wieder über Probleme bei der Reinigung reden, zeigt, dass diese Probleme nicht nur einzelne an der Universität betreffen“, meinte Uni-Senator Professor Ulrich Wagner.

Er kritisierte, dass in Sachen Reinigung schon seit einigen Jahren an der Universität ein bestimmter Punkt an Qualität unterschritten werde. So habe er sich als Gastgeber einer Tagung in den Räumen des Psychologischen Instituts sehr dafür geschämt, dass die Abfalleimer nicht geleert worden und übergequollen seien.

Ein weiteres Problem nannte Marianne Johannsen, Vertreterin der technisch-administrativen Mitarbeiter im Uni-Senat. Sie berichtete darüber, dass in einem Labor an der Uni jetzt nicht mehr wie vorher gereinigt werde. „Man hätte uns darauf vorbereiten sollen, dass wir jetzt auch noch die Putzfrauen spielen sollen“, merkte Johannsen an.

Bereits vor einigen Jahren hatte die Universität die Putzdienste an der Hochschule, die vorher noch bei der Uni angestellte Putzfrauen übernommen hatten, weitestgehend an Reinigungsfirmen ausgelagert. Jetzt waren die Reinigungsdienste in den Gebäuden der Universität im Lahntal und auf den Lahnbergen wieder europaweit ausgeschrieben worden.

Die Auftragsvergabe an zwei Firmen gilt seit dem 1. Oktober dieses Jahres. Der Reinigungsdienst an der Uni kostete die Universität bis Oktober rund drei Millionen Euro pro Jahr, und wird jetzt nach Informationen des Personalrats der Universität um eine Million Euro billiger.

Uni-Kanzler Dr. Friedhelm Nonne hatte das Thema unter dem Punkt „Mitteilungen“ auf die Tagesordnung gebracht. Er warb um Verständnis dafür, dass aufgrund der Betrauung von neuen Firmen mit der Reinigung noch nicht alles reibungslos laufen könne. So hätten die jetzt verantwortlichen Firmen beispielsweise momentan noch zu wenig Personal zur Verfügung.

Ein weiteres Problem bestehe darin, dass die Raumbücher der Universität, die den Reinigungsfirmen als Basis für Informationen über die zu reinigenden Räume dienen, teilweise nicht die tatsächliche Situation widerspiegelten. So könne es sein, dass in diesen Büchern ein zwischenzeitlich ungenutzter und jetzt als Büro genutzter Raum noch als Lagerraum verzeichnet sei.

von Manfred Hitzeroth

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