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Uni-Bibliothek: Bauende soll 2015 sein

Marburg Uni-Bibliothek: Bauende soll 2015 sein

Voll besetzt war der Sitzungssaal des Marburger Stadtparlaments anlässlich der Bürgerversammlung, bei der es um den aktuellen Stand der Planungen zum „Campus Firmanei“ ging.

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Die ehemalige Frauenklinik der Universität am Alten Botanischen Garten in Marburg ist hinter einem mächtigen Silberahorn zu sehen. Anstelle der Frauenklinik soll die neue Uni-Bibliothek errichtet werden.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die Planungen für den geisteswissenschaftlichen Campus im Lahntal sind für die bauliche Entwicklung der Philipps-Universität und die Marburger Stadtentwicklung essentiell. Die Geisteswissenschaften sollen von den Türmen an der Stadtautobahn an den Alten Botanischen Garten verlagert werden.

„Dazu gehören drei Bausteine: die ehemalige Kinderklinik, das frühere Brauereigelände und der Neubau der zentralen Uni-Bibliothek“, fasste der Marburger Stadtplaner Reinhold Kulle in seinem Eingangsvortrag vor mehr als 100 Zuhörern zusammen. Es sei das erklärte Ziel der Planungen, die Nordstadt nach dem Abzug der letzten Kliniken der Universität wiederzubeleben.

Die Planer der Universität und der Stadt rechnen damit, dass nach der Umsetzung der Campus-Planungen rund 6 000 Studierende und Beschäftigte der Uni im „Campus Firmanei“ lehren, lernen und arbeiten werden. „Der Botanische Garten der Universität steht als Garten-Denkmal unter Denkmalschutz“, betonte Kulle.

Oberstes Ziel beim Abriss der ehemaligen Uni-Frauenklinik und dem Neubau der Uni-Bibliothek müsse der Schutz des Alten Botanischen Gartens sein. Der Grundwasserspiegel rund um den Botanischen Garten werde bereits jetzt laufend überprüft, und es dürfe keine Beeinträchtigung geben.

Kulle erläuterte, dass das Verkehrskonzept keine weiteren Parkplätze im Nordviertel vorsehe. Stattdessen hoffen die Verantwortlichen von Universität und Stadt darauf, dass möglichst viele Nutzer der künftigen UB und der neuen Campus-Gebäude mit dem Bus, zu Fuß oder per Fahrrad dorthin gelangen. In der Debatte wiesen viele Fragesteller darauf hin, dass es rund um den Campus zu Parkproblemen kommen könne.

Im Anschluss an seinen kurzen Vortrag zum aktuellen Stand der Campus-Planungen warf der Marburger Stadtplaner einen kurzen Blick in die Zukunft des Großbauprojektes. So stehe frühestens im Jahr 2011 und spätestens im Jahr 2012 der Abriss der Frauenklinik und des daneben gelegenen Schwesternwohnheims an. Für 2012 sei der Baubeginn für die neue Bibliothek festgesetzt und eventuell auch der Baustart für das Gebäude des Deutschen Sprachatlasses auf dem früheren Brauereigelände.

Im Jahr 2015 könnte es so weit sein, dass die neue Uni-Bibliothek eröffnet wird. Sowohl der Abriss der Frauenklinik als auch der Bau der Bibliothek sollen von einem unabhängigen Gutachter überwacht werden, machte Kulle deutlich.

von Manfred Hitzeroth

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