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Tunnel statt Stadtautobahn?

Die Debatte: Tunnel statt Stadtautobahn?

Der Marburger Debattierclub diskutiert heute im UNIversum die Vor- und Nachteile einer eingetunnelten Stadtautobahn. Wie immer könnt seid Ihr die Richter: Wer hatte die besseren Argumente? Kommentiert hier oder per Facebook.

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Marburg. Pro: Carsten Schotte, 21 Jahre, studiert Chemie im vierten Semester: Marburg ist ein grünes Paradies. Es ist idyllisch gelegen zwischen dem Landgrafenschloss auf der einen und dem Bismarckturm auf der anderen Seite. Dieses Idyll wird zerstört. Es wird zerstört durch eine Betonschneise: Durch die Stadtautobahn, die Marburg in zwei Lagen trennt. Damit diese landschaftliche Verunstaltung behoben wird, brauchen wir eine Untertunnelung in Marburg. Die dieses Schandmal, das es für den Tourismus und die Anwohner ist, entfernt und ersetzt, durch grüne Wiesen und Häuser für Studenten.

Contra: Anne Suffel, 21 Jahre, studiert Medizin im ersten Semester: Carsten, du hast Recht: Marburg ist ein Idyll. Um dieses Idyll aber aufrechtzuerhalten, brauchen wir Geld. Wenn du jetzt ein Großbauprojekt wie diese Untertunnelung beginnst, schaffen wir damit einen enormen Kostenfaktor. Dieses Geld fehlt dann an anderer Stelle. Wie bei der Denkmalpflege oder zum Beispiel bei der geplanten Gartenschau in Marburg. Da ist die Frage, ob wir diese Kosten gegen den Nutzen aufwiegen können.

Carsten: Natürlich kostet das Geld. Aber sollte es uns das nicht wert sein? Denn was ist Marburg für eine Stadt? Marburg ist eine Studentenstadt und eine Tourismusstadt! Wir sollten das fördern. Denn was brauchen Studenten? Studenten müssen lernen - sie brauchen Ruhe. Jetzt wohnen viele direkt neben der Stadtautobahn! Und was können sie dann nicht? Eben, sich erholen. Die Lastwagen rattern an ihren Häusern vorbei. Das stört sie in ihrer Konzentration. Und so können sie nicht ihre Leistung bringen.

Anne: Natürlich ist Marburg ein Tourismusmagnet. Aber die Touristen gehen vor allem in die Oberstadt und nicht direkt über die Stadtautobahn. Und sie müssen ja auch gut nach Marburg gelangen. Und das schafft sie eben nur dadurch, dass Marburg gut angebunden ist, durch eine funktionierende Autobahn. Ich denke nicht, dass die Touristen ihren Blick primär auf die Autobahn gerichtet haben. Solange wir den Studenten noch Alternativen bieten, wo sie sich erholen können, wie zum Beispiel die Parks, ist es nicht so schlimm, dass wir die Autobahn haben.

Carsten: Natürlich gehen sie zuerst in die Oberstadt. Und jetzt stell dir vor, wenn sie aufs Schloss gehen und runtergucken. Dann sehen sie eben nicht dieses grüne Paradies. Nein, sie sehen diese Betonschneise, die sich mitten durch Marburg frisst. Statt dieser Betonwüste sollte es grüne Wiesen geben. Man könnte die Lahnterrassen ausweiten. Mehr Freizeitgebiete in der Stadt schaffen. Das würde auch den Tourismuswert heben.

Anne: Wie kommt dieser Tourismuswert eigentlich zustande? Wie können wir die Oberstadt und das grüne Idyll wertschätzen? Nur indem wir einen Vergleich dazu haben. Das macht Marburg zu einer authentischen Stadt. Dadurch, dass es noch Verkehrsanbindungen und Industrie gibt. So haben wir einen Blick auf die Realität. Sodass wir die wahre Schönheit Marburgs erst genießen können.

Wer hatte die besseren Argumente? sagt es uns in den Kommentaren, oder per Facebook.

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