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Schreiben auf Englisch

The most maked mistakes or so

Englische Texte gehören in vielen Studienfächern inzwischen zur Pflicht­lektüre. Hausarbeiten auf Englisch zu schreiben ist für viele jedoch eine besondere Herausforderung. Wir haben Expertentipps dafür gesammelt.
Auch während der Semesterferien ist es in der Uni-Bibliothek nicht leer. Viele Studenten schreiben während dieser Zeit hier ihre Hausarbeiten. Foto: Franz E. Möller

Auch während der Semesterferien ist es in der Uni-Bibliothek nicht leer. Viele Studenten schreiben während dieser Zeit hier ihre Hausarbeiten.

© Franz E. Möller

Marburg. „He, she, it, das ‚s‘ muss mit“ – Wer diese Regel befolgt, ist schon mal auf einem guten Weg. Beim Schreiben englischer Texte lauern aber noch mehr Fallen auf deutsche Muttersprachler. Das liegt vor allem daran, dass man ganz automatisch das Gelernte überträgt, wenn man in anderen Sprachen schreibt.

„Man wird ja in ein bestimmtes Sprachmuster sozialisiert und lernt, wie die eigene Sprache funktioniert“, erklärt Stephan Elkins von SocioTrans in Marburg. Als Muttersprachler in Deutsch und Englisch übersetzt, redigiert und korrigiert Elkins wissenschaftliche Texte, vor allem in den Fächern Soziologie und Politikwissenschaft.

Zudem unterrichtet er an der Philipps-Universität Studenten und Doktoranden im wissen­schaftlichen Schreiben und kennt die gängigsten Fehler, die passieren, wenn deutsche Studenten auf Englisch schreiben. „Das Englische ist verb-orientiert, auf Deutsch neigt man jedoch eher zu einem substantiv-orientierten Schreibstil“, weiß er. „Deutsche Wissenschaftler, die auf Englisch schreiben, treiben es mit der Aneinanderreihung von Substantiven dann manchmal auf die Spitze.“

Wenn man seinen akademischen Schreibstil langfristig verbessern will, empfiehlt Elkins, einen Blick in die Texte von Muttersprachlern zu werfen. „Wenn man sich die Sprache und Organisation oder den Aufbau der Sätze und ihre Verschränkung anschaut, kann man versuchen, davon zu lernen“, so Elkins.

Erst das Bekannte, dann das Komplexe

Englische Fachliteratur ist unter den Studenten sehr beliebt, weil sie komplexe Zusammenhänge oft besser auf den Punkt bringt als die deutschen Texte. „Oft merkt man aber auch schnell, wenn ein englischer Text von einem deutschen Wissenschaftler geschrieben ist.“ Lange, vorangeschobene Begründungen sind die Folge. „Frontloading“ nennt Elkins das. Sein Tipp: komplexere Informationen an das Ende der Sätze stellen und mit Bekanntem beginnen.

„Man kann auch auf Englisch lange, verständliche Sätze formulieren. Dazu braucht man allerdings eine gute und vor allem logische Ordnung im Aufbau, denn im Englischen fehlt zum Beispiel das Mittel der Deklination“, erklärt Elkins.

Die in der deutschen Wissenschaftssprache beliebte Verdichtung von Aussagen durch die recht freie Schöpfung zusammengesetzter Wörter funktioniert im Englischen meistens nicht. „Natürlich kennt die englische Wissenschaftsprache auch reichlich zusammengesetzte Wörter, aber man muss schon ein Gefühl dafür entwickeln, was funktioniert und was nicht. Da muss man ein bisschen aufpassen.“

Zum Schluss hat Stephan Elkins noch einen einfachen, aber nützlichen Rat: „Wenn man schon lange an seinem Text sitzt, übersieht man die einfachsten Dinge. Da ist die Rechtschreibprüfung vom PC eine leider häufig vergessene Hilfe. Sie findet natürlich nicht alle Fehler, aber doch einige, und sie gibt oft auch nützliche Hinweise zur Entdeckung von Fehlern, die man sonst übersehen hätte.“

von Philipp Lauer und Ruth Korte


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