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Tausendsassa ist "kein Mäuschen"

Studentenjobs Tausendsassa ist "kein Mäuschen"

Canterbury, Berlin, Minden - und zwischendurch ein bisschen Marburg. Studentin Franziska Külbel ist vielerorts im Einsatz.

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Franziska Külbel serviert einem Gast des Café Gloria eine Tasse Kaffee.

Quelle: Peter Gassner

Marburg. Die Fußball-Weltmeisterschaft steht vor der Tür - für Franziska Külbel der ideale Anlass für einen kurzfristigen Nebenjob. Die 22-Jährige schreibt derzeit an ihrer Bachelorarbeit in „Anglophone Studies“ und ist außerdem als Hilfskraft an der Uni angestellt. Doch damit nicht genug: Die gastronomieerfahrene Studentin verstärkt für die Zeit des Großereignisses das Team des Café Gloria in Weidenhausen. „Für mich kein Problem“, sagt Külbel, die über eine Stellenausschreibung beim Jobcenter in Marburg an ihren zusätzlichen Job gelangte. „Ich habe in der Beratung gleich mehrere offene Stellen vermittelt bekommen, aber der Zeitraum bis zum Ende des Semesters passte mir besonders gut“, erklärt die Anglistin.

„Franzi hat beste Voraussetzungen und es sofort super funktioniert“, freut sich Inhaber Jan Lerch, der das Café gemeinsam mit Kai Rimbach führt. Während der WM muss die Studentin in dem Gastronomie-Betrieb Bier zapfen, die spezielle Kaffeemaschine bedienen, Cocktails mixen und die Gäste bedienen. „Man sollte stressresistent sein und gut Kopfrechnen können“, weiß Külbel. Zudem sollte man im Umgang mit dem Gast „kein Mäuschen sein“, beschreibt sie die Anforderungen. Bei dem Café handele es sich um einen „schönen, entspannten Laden“ mit vielen Stammgästen. Daher sei es auch wichtig, sich die jeweiligen Vorlieben zu merken.

In den Semesterferien wird sie zunächst vier Wochen an den „Summer Studies“ der Humboldt-Universität in Berlin teilnehmen und anschließend sechs Wochen lang bei einer Tageszeitung im westfälischen Minden arbeiten. Trotz dieses enormen Programms wird sie ihren Bachelor in der Regelstudienzeit von sechs Semestern, zwei davon absolviert im englischen Canterbury, fertigstellen. Dennoch geht es im Oktober wieder zurück nach Marburg, wo sie den Master in „North American Studies“ machen möchte. Vielleicht ergibt sich ja dann auch noch einmal die Möglichkeit, im Café Gloria zu arbeiten. Denn in dem „super Mitarbeiter-Team“ fühlt sie sich sehr gut aufgehoben.

von Peter Gassner

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