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Studium in Syrien als Sicherheitsrisiko

Wirtschaftswissenschaftler in Damaskus Studium in Syrien als Sicherheitsrisiko

Nachdem das ARD-Magazin „Panorama“ Marburger Stipendiaten aus Syrien zeigte, die ihre Treue zum Machthaber al-Assad erklären, betont die Uni, dass diese Studenten ausschließlich nach akademischen Kriterien ausgewählt wurden.

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Am 25. Juni versammelten sich zirka 100 Menschen zu einer syrischen Pro-Assad-Demo auf dem Berliner Alexanderplatz. In Marburg bekundeten drei Stipendiaten aus Syrien gegenüber „Panorama“ ihre Treue zum Machthaber.

Quelle: imago

Marburg. Aufgrund der aktuellen bürgerkriegsähnlichen Lage in Syrien hat auch die Philipps-Universität Marburg ihre Kontakte nach Damaskus auf Eis legen müssen. Das hat zum Teil Auswirkungen auf einzelne Studienbedingungen in Marburg.

Der Masterstudiengang „Economic Change in the Arab Region“ (ECAR) für Wirtschaftswissenschaftler, der von der Philipps-Universität Marburg und der Universität Damaskus angeboten wird, sieht zum Beispiel vor, dass ein Teil des Studiums auch in der syrischen Hauptstadt Damaskus absolviert wird, auch müssen die Studierenden Praktika in Syrien oder anderen arabischen Ländern absolvieren.

„Wir schicken jetzt keinen Studenten nach Syrien“, erklärt Uni-Pressesprecherin Dr. Susanne Igler im Gespräch mit der OP.
Derzeit suche die Uni nach Alternativen für einen Aufenthalt in Damaskus. An dem Masterstudiengang in Marburg nehmen auch fünf Studenten aus Syrien teil. Drei von ihnen wurden vergangene Woche in der ARD-Sendung „Panorama“ gezeigt. In Interviews, die im Uni-Gebäude stattfanden, äußerten zwei Studenten und eine Studentin Sympathie für den syrischen Machthaber Bashar al-Assad.

Eine Studentin wird mit folgendem Satz zitiert: Assad hat bewiesen, dass er Syrien auf einen besseren Weg führt“.

Die Marburger regimetreuen Studenten sind Stipendiaten, ihr Studium in Marburg wird vom Bundesentwicklungsministerium und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) finanziert. Die drei Studierenden sind seit dem Panorama-Beitrag nicht erreichbar. Uni-Sprecherin Igler sagt, sie seien erst einmal längere Zeit „im Urlaub“.

Der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften nimmt keine Stellung, verweist auf die Pressestelle.

von Anna Ntemiris

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