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Campus Stand des Projekts

Auf der Campus-Baustelle am Alten Botanischen Garten erfolgt ab Mitte/Ende Oktober der Abriss des letzten Gebäudes, das dem Bau einer neuen Universitäts-Bibliothek noch im Wege steht.

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Das Campus Monatsfoto der OP.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Es ist das größte Bauprojekt der Marburger Universität in diesem Jahrzehnt und es wird auch das Gesicht der Marburger Innenstadt verändern. Die Rede ist von der Baustelle für den „Campus Firmanei“ im Schatten der Marburger Elisabethkirche und dem damit verbundenen Vorzeigeprojekt der neuen Universitätsbibliothek.

Es ist auch ein Langzeitvorhaben: Im März 2009 hatte Hessens Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann grünes Licht für den Bau der Bibliothek gegeben. Ende 2012 waren endlich die Bagger angerollt, die zunächst für den behutsamen Rückbau der früheren Uni-Frauenklinik zuständig waren.

Die vorbereitenden Arbeiten dauern an. Das Baustellen-Tagesgeschäft läuft auch im Oktober zum Start des Wintersemesters weiter: Dazu zählen infrastrukturelle Arbeiten wie die Verlegung der Kanal- und Abwasserleitungen sowie der künftigen Hausanschlüsse, erläuterte Ellen Thun von der Pressestelle der Universität der Oberhessischen Presse auf Anfrage. In der zweiten Monatshälfte soll schließlich der Abriss des ehemaligen Schwesternwohnheims erfolgen.

Es ist nach dem bereits abgerissenen großen Gebäude der früheren Frauenklinik das letzte Gebäude, das dem Neubau einer Uni-Bibliothek noch im Wege steht. Das Schwesternwohnheim ist bereits ausgeräumt.

Zurzeit wird der Bau bis auf die Grundkonstruktion entkernt. Das bedeutet, dass sämtliche Türen, Fenster, Fußböden, Beläge, Heizkörper und technische Installationen ausgebaut und entsorgt werden. Der Abriss des ehemaligen Wohnheims ist die letzte größere Aktion, die in diesem Jahr auf der Großbaustelle der Marburger Universität noch geplant ist.

Winterruhe auf Baustelle beginnt Ende November

Die Winterruhe auf der Baustelle beginnt dann voraussichtlich Ende November nach dem Abbruch des Schwesternwohnheims, teilte Ellen Thun mit. Winterfest machen bedeutet im Wesentlichen, die Baustelle zu sichern. Alle Leitungen und Rohre liegen dann bereits wieder unter der Erde und müssen nicht geschützt werden.

Die Winterpause wird voraussichtlich Ende Februar oder Anfang März enden. Wenn es die Witterung zulässt, dann soll damit begonnen werden, die Baugrube herzurichten. Das geschieht mithilfe einer sogenannten Bohrpfahlwand. Die aneinandergereihten Pfähle bilden eine unterirdische Wand, die eine durchgehende Umschließung der Baugrube bildet und diese absichert. Innerhalb der Wanne wird dann die Baugrube ausgehoben. Im Anschluss kann das Fundament gegossen werden, und der Hochbau beginnt.

Zwischen der Elisabethkirche und dem Alten Botanischen Garten plant die Philipps-Universität den Neubau der Uni-Bibliothek, der den Ersatz für den „Silberwürfel“ an der Stadtautobahn darstellen soll.

Der Neubau kostet 108,4 Millionen Euro und soll aus dem „Heureka“-Bauprogramm des Landes Hessen bezahlt werden, aus dem 440 Millionen Euro an die Marburger Universität fließen. In der neuen Zentralbibliothek sollen 2,5 Millionen Bände ihren Platz finden. Allein 1,7 Millionen Exemplare sollen im Freihand-Bereich für die Nutzer frei zugänglich sein.

Gleichzeitig wird die neue Bibliothek das Herzstück für den „Campus Firmanei“ bilden, denn die geisteswissenschaftlichen Institute der Marburger Universität sollen ebenfalls von der Stadtautobahn an den Fuß der Oberstadt verlagert werden. Wenn alles nach Plan läuft, dann werden die Bauarbeiten Ende 2016 beendet sein.

von Manfred Hitzeroth

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