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Spannende Experimente im Chemikum

Chemikum Marburg Spannende Experimente im Chemikum

Oberbürgermeister Vaupel übergab einen 15.000 Euro-Scheck an Mitarbeiter des Chemikums. Das Chemikum Marburg bietet noch bis zum 25. September für Chemie-Interessierte die Möglichkeit, an Vorlesungen teilzunehmen und selbst zu experimentieren.

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Wolfgang Liprecht (von links), Professor Gernot Frenking, Oberbürgermeister Egon Vaupel und Professorin Stefanie Dehnen bei der Scheckübergabe.

Quelle: Frederik Köller

Marburg. „Es ist schön, einen Scheck zu überreichen, wenn man weiß, dass der Mehrwert dieser Investition ein sehr großer sein wird“, sagte Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) während der Scheck-Übergabe am Mittwoch vor dem Chemie-Hörsaal auf den Lahnbergen. Der Oberbürgermeister überreichte im Namen der Stadt den 15.000 Euro-Scheck an Professorin Stefanie Dehnen, die als Prodekanin das Chemikum Marburg betreut.

Bereits kurz nach der Gründung im Jahr 2005 sei den verantwortlichen Professoren und Mitarbeitern des Chemikums klar geworden, dass die große Nachfrage auf Dauer nicht durch die zur Verfügung stehenden Räume des Fachbereichs Chemie auf den Lahnbergen und die ehrenamtlich arbeitenden Mitarbeiter gedeckt werden kann, erklärte Dehnen.

Zurzeit findet das Chemikum Marburg zwei Mal jährlich jeweils 12 Tage statt. Die Teilnehmer werden in dieser Zeit von Lehramtsstudenten betreut, die für ihre Arbeit ein sogenanntes „Hiwi-Gehalt“ bekommen, das dem eines wissenschaftlichen Mitarbeiters entspricht. Die Professoren und weitere Mitarbeiter hingegen engagieren sich ehrenamtlich, so auch die Chemie-Professorin Dehnen.

Für die Sanierung und den Umbau des Chemiegebäudes in der Bahnhofstraße 7 investierte die Stadt Marburg knapp 500.000 Euro, die sie aus dem Konjunkturpaket II des Bundes und dem Hessischen Sonderinvestitionsprogrammes für Schul- und Hochschulbau erhielt (die OP berichtete).

Im Oktober 2005 wurde im Fachbereich Chemie der Philipps-Universität das Chemikum Marburg gegründet. Absichten und Ziele sind die Vermittlung von Kenntnissen der Chemie und der angrenzenden Naturwissenschaften wie der Biologie und der Physik durch die Möglichkeit – unabhängig vom Alter und Vorbildung – die Gelegenheit zum eigenen experimentieren zu geben.

Bevor die Teilnehmer selber experimentieren dürfen, nehmen sie an Vorlesungen teil, in denen schwierige und gefährliche Experimente anschaulich erklärt werden. Anschließend besteht die Möglichkeit, verschiedene Versuche unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade auszuprobieren, die für Vorschulkinder bis zu Hochbegabten geeignet sind. Auf diese Weise soll den Menschen der Umgang mit Produkten der Chemie erleichtert und die weit verbreitete Angst vor chemischen Produkten genommen werden.

Außerdem sollen die Funktionsweisen von alltäglichen Gebrauchsgegenständen erklärt und experimentell dargestellt werden. So lernten die Chemikum-Teilnehmer im letzten Jahr, wie eine „Lavalampe“ funktioniert und weshalb Waschmittel die Kleidung tatsächlich sauber waschen.

Die Mitarbeiter des Chemikums arbeiten mit der Deutschen Blindenanstalt Marburg zusammen, um auch sehbehinderten Menschen die Möglichkeit zum eigenen Experimentieren zu verschaffen.

von Frederik Köller

Mehr lesen Sie am Freitag in der Printausgabe der OP.

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