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Zentralbibliothek

Online durch den Bücher-Dschungel

In der Zentralbibliothek der Uni Marburg und den Institutsbibliotheken stehen den Studenten und auch außeruniversitären Nutzern 2,2 Millionen Bücher zur Verfügung.
Uni-Bibliothekarin Bärbel Schäfer stöbert in einem Regal.

Uni-Bibliothekarin Bärbel Schäfer stöbert in einem Regal.

© Olga Scheer

Marburg. Diese Zahl lässt die Literaturrecherche auf den ersten Blick wie eine Mammutaufgabe erscheinen. Doch wer weiß, wo er suchen muss, der wird auch fündig. Das ist gar nicht so kompliziert, wie es auf den ersten Blick erscheint.

Alle Bestände seit 1974 und auch viele ältere sind im Onlinekatalog OPAC verzeichnet. Wer also nicht weiß, wo ein bestimmtes Buch zu finden ist, oder sich noch gar nicht sicher ist, welches Buch er genau sucht, begibt sich am besten an einen Computer der Bibliothek. Direkt auf der Startseite, der Bibliothekshomepage, sieht der Nutzer dort das Suchfeld des Katalogs Plus.

Der Katalog Plus ist der neue Onlinekatalog der Bibliothek. Er vereint die Suche nach den Büchern, die im OPAC verzeichnet sind, mit einer Suchmaschine, die Datenbanken mit Artikeln durchsucht. Eine weitere Neuerung ist die Wortvervollständigung bei der Suche und die Wortstammsuche. Wer sich also einmal vertippt, kann trotzdem bei seiner Suche Treffer landen.

In den gefundenen Sucheinträgen werden inzwischen aber nicht nur Signatur und Verfügbarkeit eines Buches angezeigt. Über einen interaktiven Gebäudeplan kann man nun den genauen Standpunkt des Regals sehen, in dem sich das Buch befindet.

Alle Bücher, die sich in der Lehrbuchsammlung, dem Lesesaal und dem offenen Magazin befinden, sind für Leser frei zugänglich. Und das gilt nicht nur für Studenten. Jeder, der mit seinem Hauptwohnsitz in Hessen gemeldet ist, kann sich gegen eine Pfandgebühr von fünfEuro eine sogenannte „U-Card“ aushändigen lassen. Nach einer Freischaltung wird diese als Leseausweis benutzt. Gleichzeitig kann man diese Karte immer wieder mit Geld aufladen, um damit zu drucken, zu kopieren und in der Mensa essen zu gehen.

Das Ausleihen des Buches funktioniert nach wie vor über einen Selbstverbuchungsautomaten. Hier hält der Nutzer die U-Card und das Buch an ein Lesegerät und das ausgeliehene Buch wird in seinem Konto verbucht. Auch der Rückgabe-Vorgang verläuft automatisch. Bücher der Zentralbibliothek sind für vier Wochen ausleihbar, können aber zweimal für zwei Wochen online verlängert werden. Wird die Leihfrist überschritten, erhält der Nutzer eine Mahnung per E-Mail und es wird eine Gebühr von drei Euro fällig.

Nicht alle Bücher können jedoch ausgeliehen werden. Ein großer Teil gehört zum Präsenzbestand der Bibliothek und kann nur im Lesesaal genutzt werden. Besonders wertvolle und alte Bücher können zudem nicht einfach so gelesen, sondern nur unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen und unter Aufsicht eingesehen werden. Der Lesesaal ist während des Semesters immer mit vielen Studierenden gefüllt, die für Prüfungen, Klausuren oder Hausarbeiten lernen.

Zurzeit arbeiten allerdings nicht nur die Studenten fleißig in der Bibliothek. Auch die Bibliothekare stehen vor einer riesi-gen Herausforderung, denn 2017 soll die neue Universitätsbibliothek fertig sein. Alle Bücher müssen bis zur Eröffnung dorthin umgezogen sein. Und ein solches Unternehmen benötigt im Vorfeld eine Menge Planung. Alle Bücher im Lesesaal wurden hierfür bereits nach der Regensburger Verbundklassifikation neu sortiert. Dabei handelt es sich um eine thematische, fachliche Aufstellungs­systematik. Dieses System ermöglicht es, auch rechts und links von dem über das Computersystem gefundene Buch passende Literatur zu finden.

Für weitere Informationen finden noch bis zum 7. November montags bis donnerstags ab 14.15 Uhr und freitags ab 10.15 Uhr Bibliotheksführungen statt. Die Dauer beträgt etwa 90 Minuten.

von Olga Scheer

[Peter Gassner]

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