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Marburger Nobelpreisträger erfand Messgerät

"Braunsche Röhre" Marburger Nobelpreisträger erfand Messgerät

Der Marburger Absolvent und Nobelpreisträger Karl Ferdinand Braun entwickelte Ende des 19. Jahrhunderts die "Braunsche Röhre", die Anwendung unter anderem im Oszillographen fand.

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Mit dem Oszillographen konnte erstmals Wechselstrom dargestellt werden.

Quelle: Peter Gassner

Marburg. Der Oszillograph des Modells „Philips GM 3152 C“ stammt vermutlich aus der Zeit kurz vor oder während des 2. Weltkriegs - „also den Jahren 1938 oder 1939“, erklärt Professor Andreas Schrimpf, der die Sammlung historischer Gegenstände aus der Physik verwaltet. Der Oszillograph dient zur Darstellung von Wechselstrom und Stromschwankungen und wird in moderner Variante auch heute noch „bei jedem zweiten Versuch verwendet“, sagt Schrimpf.

Das Gerät stehe somit sinnbildlich für viele historische Gegenstände in der Physik. Zwar existieren davon in der heutigen Zeit modernere, meist digitale Varianten - das Grundprinzip sei bei den meisten Geräten aber immer noch das gleiche.

Karl Ferdinand Braun, der sowohl als Student, als auch als Professor in Marburg war, erfand die „Braunsche Röhre“, die später auch als Bildröhre­ in Fernseh-Geräten zur Anwendung kam. Zunächst wurde sie aber unter anderem für den ­Oszillographen verwendet. 1897 zeigte er dem Bürgermeister von Straßbourg den Wechselstrom der Stromversorgung der Stadt mit seiner Erfindung.

Den Nobelpreis für Physik erhielt Braun 1909 gemeinsam mit dem Italiener Guglielmo Marconi für die Erfindung der „drahtlosen Telegrafie“ - also des Funks.

von Peter Gassner

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