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Nebenjobs

Lust auf Bücher auch neben dem Studium

Konrad Draude hatte von Beginn an klare Vorstellungen: „Ich hatte eben einfach Lust in einem Buchladen zu arbeiten“, sagt der 21-Jährige. Bei der Buchhandlung Arcularius in der Barfüßerstraße setzt er sein Vorhaben in die Tat um.
Konrad Draude mit einem Schwarz-Weiß-Bildband im Bildband-Antiquariat der Buchhandlung Arcularius. „So weit ich weiß das einzige in der Stadt“, so Draude.

Konrad Draude mit einem Schwarz-Weiß-Bildband im Bildband-Antiquariat der Buchhandlung Arcularius. „So weit ich weiß das einzige in der Stadt“, so Draude.

© Peter Gassner

Marburg. Konrad Draude liest gerne. Und er beschäftigt sich gerne mit Büchern unterschiedlicher Fachgebiete. „Außerdem habe ich mir gedacht, dass das vielleicht auch für die Uni etwas bringt“, verrät der Evangelische Theologe im vierten Semester seine Motivation.

Der Student aus Kassel wählte Marburg als Studienort, da sowohl er als auch seine Freundin eine Zusage erhielten. „Aber auch die Nähe zur Heimat, und dass die Stadt ein gutes Pflaster für liberale Theologie ist, hat eine Rolle gespielt“, ergänzt er. Nachdem er anfangs noch nebenbei in seiner Heimatstadt gejobbt hatte, suchte er vor etwa einem Jahr schließlich eine Stelle in Marburg und fragte bei verschiedenen Buchhandlungen in der Oberstadt an.

Bei Arcularius, das zur Buchhandlung am Markt gehört, arbeitet er circa zweimal in der Woche, „in den Semesterferien aber mehr“. Um den Gästen Empfehlungen geben zu können „muss man schon Spaß an Literatur haben“, glaubt er. Privat liest er am liebsten Krimis und historische Romane. Zumindest einen groben Überblick über Bücher anderer Themenbereiche hat er aber auch. Verkauft werden außerdem auch CDs und DVDs. Zudem müsse man mit Menschen arbeiten können und immer freundlich bleiben, beschreibt er die Anforderungen. Ist gerade einmal kein Kunde da, gehören auch das Ein- und Ausräumen von Lieferungen, die schriftliche Anfertigung von Buchempfehlungen, Telefonate und das Dekorieren des Ladens zu den Aufgaben.

Ob er nach dem Studium Pfarrer wird oder doch einen anderen Weg einschlägt, weiß Draude noch nicht. In jedem Fall glaubt er aber, dass seine jetzige Tätigkeit hilfreich sein könnte. „Bücher bilden einen und können ja immer wieder mal auftauchen“, so Draude.

von Peter Gassner

[Peter Gassner]

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