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Studenten-Dinner 2014

Kulinarisches Erlebnis in drei Akten

Studenten kochen für Studenten: 144 Teilnehmer bereiteten in 72 verschiedenen Wohnungen 24 unterschiedliche Drei-Gänge-Menüs zu.
Lisa (Zweite von rechts) und Teampartner Jan servieren Alex (nicht auf dem Bild), Helen (von links), Laura und Caro die Vorspeise in Weidenhausen.

Lisa (Zweite von rechts) und Teampartner Jan servieren Alex (nicht auf dem Bild), Helen (von links), Laura und Caro die Vorspeise in Weidenhausen.

© Michael Hoffsteter

Marburg. Punkt 19 Uhr stehen sie vor meiner Tür: Helen, Alex, Caro und Laura. Ich kenne sie nicht, aber sie haben Hunger und ich habe genügend Kartoffelsuppe für alle. Zeitgleich bietet sich in 23 anderen Marburger Wohnungen ein ähnliches Bild. Das Essen steht auf dem Tisch und zwei fremde Teams klingeln an verschiedenen Türen, die markiert sind mit bunten Aufklebern - das Studenten-Dinner ist in vollem Gange. Per Losverfahren (siehe Kasten) haben mein Teampartner Jan und ich die Vorspeise zugeteilt bekommen. Schnell ist klar, bei den kalten Temperaturen draußen ist eine warme Suppe wohl die beste Idee. Dazu gibt es Lachshäppchen auf selbstgebackenem Brot und Getränke.

Die wohl größte Herausforderung des Abends ist es jedoch, sechs Personen in meiner 20 Quadratmeter kleinen Wohnung unterzubringen, aber mit ein bisschen Möbel rücken und ein paar ausgeliehenen Stühlen geht auch das. Schnell kommen wir ins Gespräch mit unseren Gästen Laura und Caro, beide Studentinnen der Humanbiologie, und den Psychologie-Studenten Helen und Alex. „Mein Mitbewohner hat davon erfahren und es mir erzählt. Daraufhin habe ich mich mit Laura angemeldet“, erzählt Caro. Eine witzige Idee sei das Dinner, finden sie, und haben schon viel davon gehört. Deshalb wollten sie einmal selbst mitmachen und sich überraschen lassen.

Jede Menge Überraschungen

Überraschen lassen ist wohl das Stichwort des Abends, denn Jan und ich wissen nur, dass die Hauptspeise in Ockershausen auf uns wartet. Wer dort was kocht, wissen wir nicht. Schnell lüftet sich aber das Geheimnis: Unsere Gastgeber dort sind Theologie-Studentin Judith und Politik-Student Tim, Team 38. Die Hauptspeise ist ein Volltreffer: Es gibt Spinat mit Feta und Pinienkernen auf Blätterteig, dazu Salat - köstlich. Auch Elina und Sarah vom anderen Team sind begeistert. Die Stimmung steigt, aber viel zu schnell müssen wir schon wieder aufbrechen. Da wir alle in Richtung Innenstadt müssen, gehen wir zusammen. Jan und ich treffen in der Marbach auf Team 10, Cinja und Caroline, die für uns eine vegane Mousse au Chocolat mit Himbeeren und leckeren Glühwein vorbereitet haben. Das andere Team, Meera und Annegret, ist schon da. Vegan ist die Mousse deshalb, weil Meera vegan lebt. Cinja und Caroline wissen das aus der E-Mail, dort geben die Teilnehmer nämlich auch Allergien und vegetarische oder vegane Vorzüge an. Gesprächsthemen hier: Reisen und die geplante Seilbahn. Am Ende sind wir alle satt, glücklich, und etwas müde. Aber es gibt noch eine Station, wo wir die überflüssigen Kalorien wieder loswerden können, nämlich beim Tanzen in der Unixbar.

Das Organisatorenteam hinter dem Studenten-Dinner, dessen Konzept auch unter dem Namen Kochroulette und Dinner-Hopping bekannt ist, stammt aus meiner Heimatstadt Kempten. Dort, wie auch in Konstanz, Salzburg, Augsburg, Schmalkalden und Marburg findet die Aktion großen Anklang. „Über 70 Anmeldungen, das ist schon außergewöhnlich“, freut sich Michael Weber. Eine Wiederholung ist sicher. Geplant ist ein Studenten-Dinner pro Semester.

Das Konzept
Jedes Zweier-Team bekommt nach der Anmeldung per E-Mail zugelost, ob es ­Vor-, Haupt- oder Nachspeise in der eigenen Wohnung kocht. Gleichzeitig bekommt das Team je eine Adresse für die beiden verbleibenden Gänge. Um 19 Uhr gibt es die Vorspeise, um 20.45 Uhr die Hauptspeise und um 22.15 Uhr die Nachspeise. So bleibt genügend Zeit, innerhalb Marburgs von Wohnung zu Wohnung zu gelangen. Um allzu lange Wege zu vermeiden, gibt es ein Eingrenzungsgebiet. Zur After-Show-Party treffen sich die Teilnehmer in der Unixbar.

von Lisa-Martina Klein

[Peter Gassner]

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