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Klinik koppelt Energieversorgung ab

neues Heizkraftwerk Klinik koppelt Energieversorgung ab

Das Heizkraftwerk der Universität auf den Lahnbergen ist veraltet und soll durch eine neue Technologie abgelöst werden. Bereits zum Jahresende wird das Uni-Klinikum sich durch ein eigenes Heizkraftwerk versorgen.

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Das Uni-Heizkraftwerk ging in den 1970er Jahren in Betrieb und wird mit Heizöl betrieben. Die Anlage gilt mittlerweile als ineffzient und veraltet.

Quelle: Manfred Hitzeroth

Marburg. Die Uni-Leitung hat noch nicht entschieden, wie die Versorgunmg der Uni-Gebäude auf den Lahnbergen mit Strom und Heizenergie in Zukunft organisiert werden soll. „Wir sind nach wie vor in Gesprächen über die Perspektiven in Sachen Heizwerk“, erläuterte der Marburger Uni-Kanzler Dr. Friedhelm Nonne im Uni-Senat auf Anfrage der studentischen Senatorin Anna Schreiber. Klar ist nur, dass die Universität das mit Heizöl betriebene Uni-Heizkraftwerk auf den Lahnbergen mit dem charakteristischen roten Schornstein in Zukunft abschalten wird und durch eine effizientere Technologie ersetzen möchte. Noch wartet Kanzler Nonne jedoch auf ein abschließendes Gutachten, das die Option eines Stroh-Heizkraftwerkes prüfen soll, wie er im Senat erklärte.

Für einen anderen Weg haben sich die Verantwortlichen des Uni-Klinikums Gießen und Marburg GmbH entschieden. Bereits zum Jahreswechsel und mit der Inbetriebnahme des dritten Bauabschnittes des Uni-Klinikums startet der Betrieb des vom Klinikum errichteten eigenen Blockheizkraftwerkes, das die Versorgung des Klinikums mit Strom und Heizenergie sicherstellen sollen. Dieses Heizkraftwerk wird nach Angaben von Dr. Peter Mein aus der Geschäftsführung des Klinikums mit Erdgas betrieben, das von den Marburger Stadtwerken geliefert wird. Nach Meins Angaben wird so eine umweltbewusstere und deutlich kostengünstigere Versorgung der Klinikumsgebäude mit Energie möglich als es bisher der Fall war. Mein hofft, dass sich die Baukosten für das neue Heizkraftwerk, die nach seinen Angaben zwischen fünf und zehn Millionen Euro betragen, bereits innerhalb von fünf Jahren amortisiert haben.

Noch im November 2008 hatte Uni-Kanzler Nonne im Uni-Senat die Möglichkeit erwogen, dass die Universität gemeinsam mit dem Klinikum ein modernes Heizkraftwerk bauen könnte. Dieses Vorhaben konnte aber nicht realisiert werden.

Das in den 1970er Jahren in Betrieb gegangenen Uni-Heizkraftwerk war zunächst mit Kohle und später mit Heizöl betrieben worden. Schon seit Mitte der 1980er Jahre gilt es als dringend modernisierungsbedürftig, mittlerweile ist die Schließung der Anlage nur noch eine Frage der Zeit.

von Manfred Hitzeroth

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