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Debatte:

Ist der deutsche Fußball der beste der Welt?

Tobias Kube sieht die Wachablöse an der Spitze des europäischen Fußballs gekommen. Er vertritt die Meinung, der deutsche Fußball sei der beste Europas. Anne Suffel hält entschieden dagegen. Ihr entscheidet: Wer hat die besseren Argumente? Gebt eure Stimme am Ende des Artikels ab.

Tobias Kube: Ich fürchte, wir alle erinnern uns noch stark an den tragischen Fußballtag im Jahre 2008, als Deutschland das Halbfinale der Fußball-EM gegen Spanien schmachvoll verloren hat. Und auch bei den europäischen Fußballclubs herrschte lange eine spanische Dominanz. Jetzt haben sich im Halbfinale der Champions League die derzeit größten deutschen Vereine, Borussia Dortmund und Bayern München, jeweils direkt durchgesetzt gegen ein spanisches Team, Real Madrid und der FC Barcelona. Das bedeutet also, dass wir ein deutsch-deutsches Finale sehen werden. Und die deutschen Mannschaften haben die beiden spanischen Teams im Halbfinale geradezu gedemütigt. Wir haben somit eine Zeitwende im Fußball erlebt.

Anne Suffel: Fußball ist auch ein Spiel. Und auch wenn Dortmund und Bayern in den Champions-League-Spielen dominiert haben, müssen wir zugeben, dass es verschiedene Faktoren gibt, die Einfluss nehmen auf einen Sieg. Und nur weil sich die deutschen Mannschaften jetzt direkt gegenüber den spanischen durchgesetzt haben, bedeutet das nicht automatisch, dass es einen Machtwechsel gegeben hat. Ort, Trainer, Fans - das alles sind Faktoren, die eine wichtige Rolle spielen. Besonders im Halbfinale hat man gesehen, dass Dortmund auch nur ganz, ganz knapp weitergekommen ist. Und spielt da nicht auch immer der Zufall ein bisschen mit rein? Ist es nicht übertrieben, zu sagen, dass nur durch ein Zufallstor gleich der ganze europäische Fußball umgewendet ist?

Tobias: Anne sagt also, es ist mehr oder weniger eine Eintagsfliege und auch mehr vom Zufall abhängig, dass jetzt zwei deutsche Mannschaften im Finale stehen. Ich sage aber, das ist ganz und gar nicht so. Wenn wir uns aber angucken, wie Bayern in den vergangenen Jahren agiert hat, dass Bayern in den vergangenen vier Jahren dreimal das Finale der Champions League erreicht hat. Der Machtwechsel bahnt sich also schon eine längere Zeit an. Und man muss auch bedenken, dass sich die beiden Teams nicht nur irgendwie durchgemogelt haben oder Losglück gehabt haben. Nein, sie haben die beiden bisher dominierenden Mannschaften - Madrid und Barcelona - direkt geschlagen.

Anne: Der direkte Sieg hat zwar stattgefunden. Aber bevor man sagen kann, dass die deutschen Mannschaft gegenüber den spanischen dominieren, müssten sie dauerhaft diese Leistung bringen. Und man hat bei anderen Turnieren, wie insbesondere auch bei der Welt- und Europameisterschaft gesehen, dass dort die deutschen Spieler nicht dominieren konnten.

Tobias: Natürlich hast du Recht, wie sich das im Ländervergleich abzeichnen wird und ob die deutsche Nationalmannschaft zukünftig die spanische beherrscht, das bleibt abzuwarten. Was wir aber feststellen können, dass sich schon über einen längeren Zeitraum auch in finanzieller Hinsicht tatsächlich ein Wechsel anbahnt. Über einen langen Zeitraum waren die spanischen Clubs zwar die, die den Fußball bestimmt haben, dabei aber auch extrem viele Schulden aufgenommen haben. Real Madrid und der FC Barcelona sind beide hoch verschuldet, während Bayern München inzwischen der reichste Club der Welt ist und es sich leisten kann, so ruhmreiche und grandiose Trainer wie Pep Guardiola zu sich zu holen und durch den immensen finanziellen Rückhalt auch weiterhin gute Spieler beschäftigen kann. Wenn sich diese Konstanz weiter fortsetzt in den Vereinen, wird sich das auch letztendlich auf die Nationalmannschaften übertragen, so dass sich auch da ein Machtwechsel vollziehen wird.

Anne: Du setzt jetzt aber Macht und Fußballstärke mit Geld gleich. Aber ich glaube, dass dieser Schluss ein bisschen zu einfach ist. Auch wenn man gute Spieler einkauft, spielt das Glück immer ein bisschen mit. Es gab schon häufig Fälle, wo gute Spieler eingekauft wurden, aber dann nur eine Saison gut gespielt haben und ihre Leistung danach erheblich abgesunken ist. Geld allein wird deshalb für einen dauerhaften Wechsel nicht ausreichen, weil einfach Glück mitspielt.


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