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„Ich denke in Sprache und in Musik theologisch"

Universität Marburg „Ich denke in Sprache und in Musik theologisch"

Er führt eine Doppelexistenz als Künstler und Theologe, sagt Dieter Schnebel (81). Jahrelang habe dies zu inneren Konflikten geführt. Jetzt stimme die Balance.

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Dekan Professor Wolf-Dietrich Schäufele (links) verlieh die Ehrendoktorwürde des Fachbereichs Theologie an Professor Dieter Schnebel.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Für Professor Dieter Schnebel aus Lahr/Baden geht mit der Ehrendoktorwürde des Fachbereichs Evangelische Theologie der Philipps-Universität Marburg ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung.

Eigentlich wollte er schon als junger Mann in Theologie promovieren, aber da er schon seinen Doktor in Musikwissenschaften gemacht hatte und „nach 13 Semestern auf dem Buckel“ in die Praxis wollte, war dies nicht möglich.

Der Ehrendoktor und ehemalige Lehrer der Hochschule der Künste in Berlin gab am Montagabend in der Alten Aula vor mehreren hundert Besuchern einen Einblick in sein bewegtes Leben. „Mein Vater war Nazi, die Mutter fromm“, begann der 81-Jährige den Abriss seines Lebenslaufs.

„Ich führte eine Doppelexistenz als Künstler und Theologe. Das führte auch zu inneren Konflikten“, verriet er dem Publikum. Als Gemeindepfarrer und Religionslehrer war er Hobbykomponist, seine Erfolge in der Musik machten ihn später zum Hobbytheologen.

von Anna Ntemiris

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