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Für chronische Wunden gibt es Spezialtherapie

Medizin Für chronische Wunden gibt es Spezialtherapie

Bei der Wundsprechstunde im Marburger Uni-­Klinikum geht es häufig auch um Dekubitus-Patienten.

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Pfleger Günter Henkel beim Anlegen eines Wundverbandes in der Hautklinik des Marburger Uni-Klinikums.

Quelle: Manfred Hitzeroth

Marburg. Der prominenteste Dekubitus-Patient ist derzeit der deutsche Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, über dessen Erkrankung bundesweit berichtet wurde. Aus diesem Grund stellte Oberarzt Dr. Jan Skrzypek von der Uni-Hautklinik bei einer Pressekonferenz das Marburger Klinik-Konzept zur Behandlung dieser Erkrankung vor.

Rund 20 Prozent aller Patienten in der Wundsprechstunde leiden in Marburg an dieser speziellen Form eines Druckgeschwürs. Diese chronische Wunde tauche häufig bei pflegebedürftigen oder bettlägrigen Patienten auf, erklärte Skrzypek.

Falls ein Patient stationär in der Klinik aufgenommen sei, müsse in jedem Fall über geeignete Gegenmaßnahmen nachgedacht werden. So gehe es unter anderem darum, wie häufig der Patient umgelagert werden müsse. Das hänge auch davon ab, wie stark die Druckwunde ausgeprägt sei.

Die unterschiedlichen Schwerestadien reichen von Hautrötungen über Blasenentwicklung bis zur Zerstörung ganzer Hautpartien und Wunden, die bis auf die Knochen reichen. Neben dem häufigen Drehen und Wenden der Patienten zählen auch spezielle Liege- oder Sitzunterlagen mit Luftentlastung oder Vakuum-Verbände zu den Therapie-Optionen. Bei schwereren Fällen arbeiten die Hautärzte auch mit den Gefäßchirurgen der Klinik zusammen.

von Manfred Hitzeroth

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