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Examensfeier

Ehemalige Ministerin redet vor Uni-Juristen

Bei der Examensfeier der juristischen Fakultät sprach Heidemarie Wieczorek-Zeul über die Finanzkrise und die Notwendigkeit internationaler Regulierung.

Jura-Dekan Professor Gilbert Gornig (von links), die ehemalige Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul sowie der pensionierte Oberstaatsanwalt Arndt-Peter Koeppen zählten zu den Rednern bei der Jura-Examensfeier.

© Christoph Wohlleben
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Marburg. Besonders viele ehemalige Studenten waren nicht zur Examensfeier in die Alte Aula gekommen, wie Dekan Gilbert Gornig in seiner Rede bemerkte: Das Wetter draußen sei wohl zu verlockend und den Studenten waren die Zeugnisse bereits im Vorfeld zugesendet worden.

Gornig betonte die harte Arbeit, die Jurastudenten vor allem zur Prüfungszeit zu leisten hätten: 38 Stunden Klausuren, drei Stunden mündliche Prüfungen und sechs Wochen Examensarbeit seien kein Pappenstiel.

Als Laudator trat neben der ehemaligen Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul auch Arndt-Peter Koeppen, Leitender Oberstaatsanwalt und Staatssekretär a.D., auf.

Als Fachrednerin referierte Heidemarie Wieczorek-Zeul über die Herausforderungen einer gerechten Weltwirtschaftsordnung: „Die Finanzreform Obamas geht in die richtige Richtung, aber solche Regeln müssen global festgelegt werden. Es darf nicht sein, dass auf den Niedergang von Unternehmen oder ganzer Staaten spekuliert wird“, so Wieczorek-Zeul. Der internationale Finanzmarkt brauche klare, verbindliche Regeln, damit das Recht des Stärkeren endlich durch die Stärke des Rechtes ersetzt werde.

von Christoph Wohlleben

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