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„Durchwirbeln, wenn der Staub gefallen ist“

Sprungbrett Marburg „Durchwirbeln, wenn der Staub gefallen ist“

Dr. Anke Raufuß studierte in Marburg Mathematik. Nun ist sie Partnerin in der Unternehmensberatung McKinsey. „Eigentlich wolle ich das nur zwei Jahre lang machen“, sagt Dr. Anke Raufuß über ihren Job.

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Von Marburg aus zum Hauptsitz in Frankfurt und London: Unternehmensberaterin Dr. Anke Raufuß.

Quelle: Privatfoto

Frankfurt. Drei oder vier Jahre, danach der Wechsel zu einem der Unternehmen, mit denen man dort in Kontakt kommt – so sieht der Weg bei vielen aus, die in dieser Branche beginnen. Nicht so bei Raufuß. „Ich gehe noch immer jeden Morgen gut gelaunt zur Arbeit. So lange das so ist und ich weiterhin dazulerne, mache ich weiter“, sagt sie.

Als Unternehmensberaterin hat sie mit vielen verschiedenen Firmen zu tun, die aber „nicht unbedingt in der Krise sein müssen“, erläutert sie. So gehe es auch darum, Abläufe zu optimieren, Wachstumsfelder zu analysieren und eine neue Perspektive auf festgefahrene Strukturen zu werfen. Als Externe sei sie dann „der Besen, der mal durchwirbelt, wenn der Staub gefallen ist“.

Durch diese wichtige Funktion innerhalb der Firmen kommt sie zudem in Kontakt mit Vorstandsmitgliedern der großen Unternehmen. Spezialisiert hat sie sich auf Investmentbanken und arbeitet daher viel in der britischen Hauptstadt London. Häufig sei sie auch bis spät abends im Hotelzimmer noch beschäftigt, doch dies sei eine eigene Entscheidung. Bei der Wahl des Einsatzortes und der Klienten haben die Berater ein Mitspracherecht.

Marburg – ein „wahnsinnig förderndes Umfeld“

Hilfreich in ihren Tätigkeiten seien die Fähigkeiten, die ihr das Studium an der Philipps-Universität verliehen habe. Beispielsweise Logik, das schnelle Erkennen von Problemen und eine methodische Herangehensweise. Dennoch seien auch Absolventen anderer Fächer für die Unternehmensberatung geeignet. „50 Prozent kommen aus dem Bereich BWL, die andere Hälfte sind quasi Exoten“, sagt Raufuß. Auch aus Natur- und Geisteswissenschaften seien viele Mitarbeiter dabei.

Ob in der Unternehmensberatung oder generell: Studenten sollten sich den Beruf, der sie interessiert, vorher genau anschauen, rät Raufuß. „Sich verschiedene Branchen anschauen, mit Freunden sprechen und dann die Bewerbungsphase gut planen“, lautet ihr Tipp. Sie persönlich habe viel aus ihren Praktika mitgenommen. Hilfreich sei zudem das „wahnsinnig fördernde Umfeld“ in Marburg gewesen. Dort habe während ihres Studiums eine „harmonische, innige Stimmung“, vorgeherrscht, sodass sie sich noch heute gerne zurückerinnere.

von Peter Gassner

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