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Studentische Nebenjobs

Die Juristin mit dem Faible für Mode

"Mode hat mich schon immer interessiert", sagt Miriam Dietrich. Die Jura-Studentin arbeitet einmal in der Woche beim Modegeschäft "Jeans Palast" in der Wettergasse.
Miriam Dietrich beim Einräumen von Jeans in die Regale des Modegeschäftes „Jeans Palast“.Foto: Peter Gassner

Miriam Dietrich beim Einräumen von Jeans in die Regale des Modegeschäftes „Jeans Palast“.Foto: Peter Gassner

Marburg. „Natürlich“, erklärt Miriam Dietrich, „arbeite ich auch wegen des Geldes. Doch für mich ist es auch selbstverständlich, neben dem Studium etwas zu tun.“ Im Jeans Palast verkauft sie einmal in der Woche Bekleidung - „als Ausgleich zum Studium“. Schon in ihrer Heimatstadt Hamburg jobbte die Hanseatin neben der Schule in einer Boutique. „Da war aber das Klientel ganz anders.“ Dennoch nutzte sie ihre Erfahrung, um sich bei dem Geschäft in der Oberstadt zu bewerben.

Nach dem Abitur reiste Dietrich sechs Monate per Work&Travel durch Australien und erkundete anschließend vier Monate Asien. Zurück in Deutschland, begann sie ihr Studium der Rechtswissenschaften in Marburg. „Eigentlich wollte ich immer Modedesign studieren“, sagt sie. Dort sei es jedoch schwierig, „in die Szene reinzukommen“. Daher entschied sie sich für die Juristerei - „auch das war irgendwie schon immer in mir drin“.

Nach dem Studium möchte die Hamburgerin gerne wieder zurück an die Elbe, doch „zum Studieren ist Marburg super“, findet sie. „Wo sonst kann man schon beim Bäcker fünf Leuten begegnen, die man kennt?“

Im Jeans Palast gehört es zu ihren Aufgaben, zu kassieren, aber auch für den Wareneingang und das Einräumen der Textilien in die Regale ist sie zuständig. Die Verantwortung für den Laden trägt sie während ihrer Schicht alleine.

Wichtiger Bestandteil des Jobs ist zudem die Kundenberatung. „Das ist nicht so einfach, wie man es sich vorstellt“, sagt sie. Sich einfach nur für Mode zu interessieren, reiche nicht aus. Man müsse das Sortiment des Ladens, in dem neben Jeans auch Blusen, T-Shirts und Jacken verkauft werden, genauestens kennen. Um auf den Kunden eingehen zu können, benötige man zudem „Menschenkenntnis in fünf Minuten“. Als Juristin möchte sie später ebenfalls mit Menschen zu tun haben.

von Peter Gassner

[Peter Gassner]

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