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Die „Aktion Alex“ wird fortgesetzt

Verein „Seiltänzer“ Die „Aktion Alex“ wird fortgesetzt

Der neue Verein „Seiltänzer“ soll die „Aktion Alex“ fortführen, die der im Juli 2008 mit 19 Jahren an Krebs verstorbene Alex Meinhardt ins Leben gerufen hatte.

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Diese Fotografie zeigt Alex Meinhardt, den Initiator der „Aktion Alex“, und ziert das Infoblatt für den Verein „Seiltänzer“.

Quelle: Privatfoto

Marburg. Es ist eine Art Vermächtnis des an einer schweren Krebserkrankung verstorbenen Alexander Meinhardt, das seine Eltern fortführen wollen. Mittlerweile haben sie Gleichgesinnte gefunden und einen Verein gegründet, dessen erste öffentliche Veranstaltung am 31. August im Mutter-Kind-Zentrum der Marburger Uni-Klinik stattfinden soll.

„Der Verein will sich für die psychosoziale Betreuung von kranken Kindern und deren Eltern und Angehörigen einsetzen“, erklärt Rolf Meinhardt, der Vater von Alex. Er ist auch der zweite Vorsitzende des Vereins. Diese Idee entstand aus der persönlichen Betroffenheit der Meinhardts, die ihren Sohn mehrere Jahre im Kampf gegen die am Ende tödlich verlaufene Erkrankung unterstützten.

„Mir kann es nur gut gehen, wenn es den Menschen in meinem Umfeld gut geht“: Das hatte Alex Meinhardt nach dem Beginn seiner Erkrankung immer wieder gesagt. Außerdem erzählte er, dass er sich mit seiner Krebserkrankung so ähnlich wie ein Seiltänzer fühle, der sich zwar scheinbar sicher bewegt, aber jederzeit abstürzen kann. Aus diesen Gedanken heraus entstand letztendlich die Idee, den nun gegründeten ­Verein „Seiltänzer“ zu nennen.

Das Marketing für den Verein wird Andreas Meinhardt übernehmen, der Bruder von Alex. Er hat auch das Layout für einen Handzettel gestaltet, in dem für die Ziele des Vereins geworben wird. „Durch seine schwere Krebserkrankung erkannte er sehr früh, dass eine Betreuung für Familie und Freunde fehlte“, heißt es in dem Infoblatt. „Eigene Erfahrungen wie Isolation sowie viele Stunden der Einsamkeit im Krankenzimmer schmerzten ihn. Das Umgehen mit seiner Krankheit und seiner Person löste eine Angstschwelle in der Familie und bei Freunden aus.“

Noch während seiner Krankheit hatte der im Alter von 15 Jahren an Krebs erkrankte und im Uni-Klinikum Marburg behandelte Alexander Meinhardt im Jahr 2006 die „Aktion Alex“ ins Leben gerufen und mit seinen Aktivitäten Spendengelder in Höhe von mehr als 10.000 Euro eingenommen, die der psychosozialen Betreuung von Krebspatienten zugute kamen.

von Manfred Hitzeroth

Mehr lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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