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Der steinige Weg zur Wunsch-WG

Ratgeber Der steinige Weg zur Wunsch-WG

Die Wohnungssuche ist – nicht nur – aber besonders auch für viele Studenten in Unistädten keine leichte Aufgabe. Sebastian Maier hat Erfahrungen in mehr als 100 WG-Castings gemacht und nun darüber einen Ratgeber geschrieben.

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Sebastian Maier präsentiert die digitale Ausgabe seines Ratgebers „WG gesucht – WG gefunden“ .

Quelle: Peter Gassner

Marburg. Mit WGs hat er hinreichend Erfahrung gesammelt – Sebastian Maier hat mit Tübingen, Freiburg und Marburg in drei typischen Studentenstädten studiert. Dort hat er inzwischen in acht verschiedenen Wohngemeinschaften gelebt und unzählige WG-Castings mitgemacht. Insgesamt, so glaubt er, kommt er dort auf eine dreistellige Zahl. Erfahrungswerte, die er gerne weitergeben möchte, denn „man kann jungen, unerfahrenen Leuten so einiges mit auf den Weg geben“, sagt er.

Schon seit zwei Jahren trägt er den Gedanken mit sich herum, ein Buch zu schreiben – nun, da er im Sommer sein erstes Staatsexamen bestanden hat, hat er es in die Tat umgesetzt. Auf 55 digitalen Seiten beschreibt er, worauf junge Menschen bei der Ankunft in einer neuen Stadt achten und wie sie bei der Zimmersuche an ein Gespräch herangehen sollten.

Teilweise „sehr dreiste Castings“

„Wichtig ist, sich zu vergegenwärtigen, dass man auch eigene Ansprüche hat“, glaubt er. Sich bei der Bewerbung um eine Unterkunft zu verstellen und am Ende mit Menschen zusammenzuziehen, die man eigentlich gar nicht mag, ergebe keinen Sinn. „So lange der Zeitdruck nicht riesig groß ist, sollten die Ansprüche nicht gesenkt werden“, sagt er. „Ansonsten ist man nachher mit der Wohnsituation unzufrieden.“ Doch auch ihm, der von Haus aus extrovertiert und optimistisch sei, ist während der ersten WG-Suche „die Moral zwischendurch mal abhanden gekommen“.

Gerade in Großstädten sowie den typischen Studentenstädten würden WGs „mit Anfragen überhäuft“. Daraus resultierten zum Teil „sehr dreiste Castings“, bei denen der Bewerber regelrecht vorgeführt werde. Er wolle seine Leserschaft jedoch nicht verängstigen, denn „die verrücktesten Dinge habe ich eigentlich auch nur erzählt bekommen“.

Als Autor will er daher auch nicht den Anspruch erheben, Experte zu sein, sondern dem Leser vielmehr „auf Augenhöhe begegnen“. Nachdem er sein Werk mit dem Titel „WG gesucht – WG gefunden“ vor einigen Tagen als E-Book über Amazon auf den Markt gebracht hat, möchte er es jetzt mit dem Feedback der User weiterhin verbessern.

Erstmal noch was erleben

Sobald dies geschehen ist, soll es „eventuell noch vor Weihnachten“ auch in gedruckter Form erscheinen. Ziel ist es „vor dem Sommersemester zu hundert Prozent aufgestellt zu sein“, um dann bis zum Wintersemester „in aller Munde zu sein“. Es gehe ihm jedoch nur darum, „dass sich die Arbeit gelohnt hat“. Eine Karriere als Bestseller-Autor habe er nicht im Visier.

Ohnehin hat er sich für seine Zukunft noch keine konkreten Pläne gemacht. „Der Lehrerberuf ist eine Option – aber erst in drei oder in fünf Jahren“, sagt der frühere Sport- und Geographie-Student. Bis dahin möchte er sich „mit unternehmerischen Projekten über Wasser halten“. Er wolle einfach noch einmal etwas ausprobieren und verschiedene Dinge erleben, so der 30-Jährige.

In der nächsten Zeit fühle er sich daher auch weiterhin gut in seiner WG aufgehoben. „Ich wohne dort mit fast zehn Jahre Jüngeren zusammen“, verrät er. „Doch auch von denen kann ich immer noch etwas lernen.“ Denn ob Zweck-WG oder verschworene Gemeinschaft – worauf es bei einer WG ankomme sei das „leben und leben lassen“, sowie eine gute Kommunikation untereinander.

  • Das E-Book ist auf Amazon für 2,98 Euro erhältlich. Der Preis für eine gedruckte Version soll vermutlich bei etwa 5 bis 6 Euro liegen.

von Peter Gassner

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