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Uni und Stadt Der Rechenschieber war früher immer mit dabei
UNIversum Uni und Stadt Der Rechenschieber war früher immer mit dabei
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16:36 13.11.2016
Professorin Ilka Agricola erklärt an einem Demonstrations-Rechenschieber, wie das einfache Instrument bei komplizierten Rechnungen hilft. Quelle: Thorsten Richter
Marburg

„Unsere Sammlung mathematischer Modelle und Geräte soll kein Museum sein. Die Sachen sind da, um sie zu benutzen und laden zum Ausprobieren ein“, erklärt Professorin Ilka Agricola, Dekanin des Fachbereichs Mathematik und Informatik. In den Vitrinen sind rund 20 mechanische Rechenmaschinen aus dem vergangenen Jahrhundert ausgestellt. Dazwischen hängt ein großer Rechenschieber. Mit diesem erklärten die Dozenten ihren Studenten die Funktionsweise des Instruments.

Jeder hatte einen Rechenschieber

Auf dem Schieber sind verschiedene logarithmische Skalen aufgedruckt. Durch Verschieben der Mittellasche können die Ergebnisse von Multiplikationen und Divisionen leicht abgelesen werden. Egal ob Mathematiker, Physiker oder Ingenieur - einen Rechenschieber hatte früher jeder, erklärt Agricola. „Die ersten Rechenmaschinen waren teuer und schwer, deshalb kam bei alltäglichen Berechnungen der Rechenschieber zum Einsatz.“ Das analoge Recheninstrument bekam in den 1960er-Jahren Konkurrenz durch die ersten elektronischen Rechner. Mathematiker indes nutzen eher selten Taschenrechner - Mathematische Software verbreitete sich in den 1980er-Jahren schnell und ist seitdem Mittel der Wahl, auch in vielen angrenzenden Disziplinen.

  • Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten im FB 12 besichtigt werden. Für größere Gruppen ist eine Führung möglich. Weitere Informationen bei Professorin Agricola.

von Philipp Lauer