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Auslandssemester

Das Abenteuer im Ausland

Einmal ein Semester im Ausland verbringen - diesen Wunsch möchten sich viele Studenten während der Zeit an der Universität erfüllen. Das Team vom International Office der Universität beantwortet die wichtigsten Fragen.
Einmal in die Ferne schweifen: Ein Auslandssemester ist attraktiv für viele junge Akademiker, so wie für diese Marburger Studenten in Norwegen.

Einmal in die Ferne schweifen: Ein Auslandssemester ist attraktiv für viele junge Akademiker, so wie für diese Marburger Studenten in Norwegen.

© International Office

Marburg. Die Liste an Fragen ist lang: Was brauche ich, um an einen Platz für ein Auslandssemester oder Auslandspraktikum zu kommen? Welche Sprachkenntnisse werden vorausgesetzt? Wo kann ich hin? Und wie funktioniert die Anrechnung meiner Scheine? Antworten darauf hat das International Office der Universität Marburg.

„Um die 18 bis 19 Prozent aller Marburger Studenten machen während ihres Studiums ein Semester im Ausland“, sagt Dezernatsleiterin Petra Kienle. Mit rund 220 Universitäten in Europa und circa 70 Partnern außerhalb des Kontinents unterhält die Philipps-Universität Kooperationen in etwa 60 Ländern. Im vorigen Wintersemester machten so mehr als 500 Studierende eine Erfahrung im Ausland - sogenannte „Free-Mover“ nicht mit eingerechnet.

Die beliebtesten Ziele innerhalb Europas sind dabei Spanien, Frankreich, Großbritannien und die skandinavischen Länder, wie Christina Bohle verrät, die beim International Office für das Erasmus-Programm zuständig ist. „Neuerdings“ erfreue sich aber auch die Türkei wachsender Beliebtheit - und das nicht nur bei Studenten mit Migrationshintergrund. 366 Studenten haben im vergangenen Semester einen Platz über Erasmus bekommen, im Wintersemester 2014/15 seien es vermutlich schon mehr als 450, so Bohle. Die Auswahlverfahren für Erasmus liegen bei den einzelnen Fachbereichen, das International Office betreut die Studenten dann in der weiteren Vorbereitung. So werden beispielsweise Länderabende angeboten, bei denen unter anderem „Incomer“, die ihr Auslandssemester in Marburg machen, mit den „Outgoern“ zusammentreffen. Zudem gibt es „interkulturelle Trainings“, bei denen sich die Studierenden darauf einstellen sollen, in einem fremden Land plötzlich auf sich alleine gestellt zu sein. Einmal jährlich findet darüber hinaus eine „Study-Abroad-Werkstatt“ statt, bei denen sich auch Vertreter von den Partner-Unis vorstellen. Sprachkurse bietet das Sprachenzentrum der Uni an.

„Die Lust ist vorhanden“

Die Dinge, die es zu beachten gilt, unterscheiden sich auch bei Auslandssemestern außerhalb Europas nicht wesentlich. Hier liegt die Koordination jedoch direkt beim International Office, betreut von Mariana Malkova. „Die Marburger Studierenden sind überall schnell integriert - so sind unsere Rückmeldungen“, sagt sie. Um die 160 Studenten wagen jährlich den Schritt ins außereuropäische Ausland. Besonders beliebt seien vor allem die USA, aber auch Australien, Kanada und zunehmend Asien seien interessant für die Nachwuchsakademiker. Allgemein ließe sich konstatieren, dass „die Lust, ins Ausland zu gehen, vorhanden ist“.

Nötig, um einen Platz erhalten zu können, sind ein Motivationsschreiben, zum Teil auch gute Noten und entsprechende Sprachkenntnisse sowie eine Empfehlung durch einen Professor. Die höchste Hürde, sagt Christina Bohle, sei jedoch zunächst einmal die Hemmschwelle „den Schritt zum ersten Mal zu gehen“. Interessierte sollten sich möglichst früh Gedanken machen, da die Vorbereitungszeit bis zu einem Jahr in Anspruch nehmen kann.

Weitere Informationen.

von Peter Gassner

[Peter Gassner]

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