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Debattierclub

Auge in Auge beim Rededuell

Wortwitz, rhetorisches Geschick, eine überzeugende Körpersprache: Zum Debattieren gehört mehr als nur reines Faktenwissen. Vor allem auch der Spaß, sich kontroversen Diskussionen nicht nur vom eigenen Standpunkt aus zu stellen.
Foto: Gerd Altmann / pixelio.de
© Gerd Altmann / pixelio.de

Marburg. Eine Steuer auf Zucker? Bordelle auf Stützpunkten der Bundeswehr im Ausland? Die weltweite Legalisierung von Kinderarbeit? Der Lobbyismus schadet der Demokratie? Alles Themen oder Fragen, zu denen Menschen Meinungen und Standpunkte haben. Und - das liegt in einer Gesellschaft mit unterschiedlichen Menschen in der Natur der Sache - es gibt nicht immer nur die eine oder richtige Meinung. Kontroverser Meinungsaustausch, wie sie aus diesen unterschiedlichen Ansichten auch ganz normal im Alltag entstehen, widmet sich der Brüder Grimm Debattierclub in Marburg organisiert. Zwei Mal in der Woche, montags und donnerstags von 18 bis 20 Uhr im zweiten Stockwerk des Hörsaalgebäudes (Raum 0090). Darüber hinaus organisiert der Club Schein­debatten, beispielsweise Rede­duelle mit Professoren, und nimmt an bundesweiten Wettbewerben teil.

Wissen hilft, ist aber nicht unbedingt notwendig

Dass man dabei nicht immer unbedingt seine eigene Meinung verbal vertritt, sondern auch mal ein Thema wie die Legalisierung der Kinderarbeit verteidigen muss, macht für den Marburger Debattierclub-Präsidenten Tobias Kube den Reiz der organisierten Debatte aus. „So kann man auch mal über den Tellerrand hinaus gucken. Wichtig ist, die Fähigkeit zu erlernen, sich möglichst schnell in ein neues Thema einzudenken und eine überzeugende Argumentationsstrategie zu entwickeln.“

Denn die zwei Duellanten, die sich jeweils gegenüberstehen, kennen das Thema erst 15 Minuten vor der Debatte. Die Redezeit ist auf sieben Minuten pro Person begrenzt und am Ende stimmt das Publikum ab, wer das Wortgefecht für sich entschieden hat.

Dabei ist es durchaus möglich, dass man sich bei einem Thema durchsetzt, von dem man eigentlich keine Ahnung hat, so Kube. „Wissen hilft natürlich enorm. Aber es kommt auch viel auf das Auftreten an, man kann mit Brückensetzen ausweichen, ohne dass das Publikum es unbedingt merkt, und lernt mit der Zeit ein paar Tricks dazu“, sagte der Präsi­dent des Marburger Debattierclubs. Tricks und Fähigkeiten, die durchaus im Studium, späterem Beruf oder Lebensalltag von Vorteil sein können. „Die Referate, die ich vorher gehalten habe, liefen alle gut. Deswegen war ich überrascht, als ich im Debattierclub gemerkt habe, wie wenig ich eigentlich kann“, sagte der Psychologiestudent.

Angefangen hat Kube vor zweieinhalb Jahren mit dem Debattieren. „Eigentlich wollte ich Badminton spielen, aber der Kurs war schon voll. Da hat mir ein Kommilitone gesagt: ‚Komm zum Debattierclub, das ist auch Sport‘.“ Gelernt hat der Student mit der Zeit auch, vor einer großen Menge Menschen zu sprechen. Wie beim Neujahrsempfang der Stadt Marburg in diesem Jahr, als er sich vor 800 Zuhörern eine Debatte mit Club-Vizepräsi­dentin Sabrina Göpel auf der Bühne lieferte. „Das war kein Problem“, sagte Kube, „je öfter man es macht, desto leichter ist es.“

Der Club diskutiert,die OP-Leser stimmen ab

Im laufenden Sommersemester wird sich der Debattierclub einer neuen Herausforderung stellen: Der öffentlichen Diskussion in einer eigenen Rubrik auf der UNIversum-Seite. Wöchentlich wird ein Thema von zwei unterschiedlichen Mitgliedern des Marburger Debattierclubs bearbeitet - mal aus den universitären Spektrum, mal aus aktuellen weltpolitischen Anlässen, mal humoristisch-fiktiv. Wer das Duell entschieden hat, entscheiden die OP-Leser in einer Abstimmung auf dem Facebookprofil der Oberhessischen Presse.

von Andreas Arlt

Im Blickpunkt
Im April 2002 wurde von Jurastudenten der „Debattierclub Marburg Hartshornes Haus“ gegründet. Seit der Gründung organisierte der Club wöchentliche Debatten mit Studierenden verschiedener Fachbereiche. Am 30. Januar 2012 wurde offiziell ein Verein gegründet und unter dem Namen „Brüder Grimm Debattierclub Marburg e.V.” ins Vereinsregister eingetragen. Seit dem Wintersemester 2011/12 ist Tobias Kube Vorsitzender des Debattierclubs. Der Psychologie-Student wurde 2012 mit dem Nachwuchspreis der Deutschen Debattiergesellschaft ausgezeichnet.

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