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"Alemanes" auf Suche nach etwas Essbarem

Joukas Blog "Alemanes" auf Suche nach etwas Essbarem

Austauschstudent Jouka Röhm berichtet von den spanischen Essgewohnheiten, die sich von denen der Deutschen ein wenig unterscheiden.

Oviedo/Spanien. Der Tag neigt sich dem Ende entgegen. Durch das abendliche Oviedo streifend macht sich bei mir und meinen Freunden ein grummelndes Gefühl in der Magengegend breit: Wir brauchen etwas Essbares. Klar: In Spanien wird später zu Abend gegessen als in Deutschland. Es ist aber immerhin schon kurz vor 20 Uhr, als wir in eine Bar einkehren, den camarero nach Tapas fragen – und ein Kopfschütteln ernten. Warme Küche erst ab 21 Uhr!

Dabei hatten wir uns schon so auf allerlei Köstlichkeiten gefreut, die einem hier in fast jeder Bar zum Getränk serviert werden (ohne Aufpreis, versteht sich): Hähnchenschenkel, hausgemachte Kartoffelchips, Pommes frites oder natürlich die omnipräsente Tortilla (Omelett aus Eiern und Kartoffeln). Der camarero mustert mich und fragt verschmitzt ,,Alemán?“. Ich nicke betreten ob meiner noch nicht ganz gemeisterten Adaption an die spanischen Essenszeiten. Wir suchen eine andere Bar, in der Hoffnung, dass uns irgendeine Lokalität warmes Essen anbietet. Schließlich stehen wir in der Dönerbude. Der Döner-Mann blickt uns etwas überrascht an. So früh scheint auch er nicht mit hungriger Kundschaft gerechnet zu haben. Für unsere Bestellung wirft er den noch kalten, frisch ausgepackten Fleischspieß an. Er grinst und fragt ,,Alemanes?“. Als wir schließlich auf der Straße stehen und unsere Kebabs essen, sehen wir, wie das lokale Volk in die Tapas-Bars strömt. Das nächste Mal machen wir das auch so.

von Jouka Röhm

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