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Achtjährige wog bei der Geburt nur 380 Gramm – jetzt sammelte sie für andere „Frühchen“

Spende Achtjährige wog bei der Geburt nur 380 Gramm – jetzt sammelte sie für andere „Frühchen“

Mit einem großen Kinderfest feierte Mariella aus Wetter ihren achten Geburtstag auf dem Christenberg und spendete den Erlös von 2.000 Euro an das Krankenhaus, in dem sie geboren wurde.

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Mariella Müller überreichte „ihrem“ Arzt Professor Rolf Maier vom Uniklinikum eine Spende über 2.000 Euro.

Quelle: Julia Wolf

Marburg. Man sieht es dem kleinen Wildfang Mariella nicht an, dass sie dreieinhalb Monate zu früh auf die Welt gekommen ist. Dabei wog sie bei ihrer Geburt lediglich 380 Gramm. Prächtig entwickelt habe sich das Mädchen, das seit diesem Jahr in der Grundschule ist, finden nicht nur die Eltern Margitta und Werner Müller. Auch Professor Rolf Maier vom Uniklinikum Marburg ist ganz angetan, besonders vom guten Gedächtnis der Kleinen.

Zusammengekommen waren sie, weil sich Mariella mit ihren Eltern etwas Besonderes ausgedacht hatte. Zu ihrem achten Geburtstag am 10. September gab es auf dem Münchhäuser Christenberg ein großes Kinderfest. „Die Idee hierzu ist sehr spontan entstanden“, berichtet Margitta Müller. Der Vorschlag kam von Ulrike Wenzel, der Inhaberin der Waldgastschänke des Christenbergs.

„Frau Wenzel sind wir wahnsinnig dankbar, sie hat fast alles organisiert und ihre Familie dafür eingespannt“, erzählt Margitta Müller weiter. Und dies völlig unentgeltlich. Auf Geschenke für Mariella wurde verzichtet, stattdessen baten die Eheleute um kleine Spenden für Kaffee und Kuchen. „Dass eine so große Summe am Ende herauskommt, hätten wir aber nicht erwartet.“

„Es ist fast ein kleines Wunder, aber es waren auch sehr schwere Zeiten“, zieht Werner Müller über die erste Zeit von Mariellas Leben Bilanz. Um dieses Erlebnis zu verarbeiten und anderen Eltern mit Frühgeburten zu helfen und Mut zu geben, hat er ein Buch geschrieben. „Septemberkind“ lautet der Titel und es berichtet von dem langen Weg Mariellas als Frühchen mit 380 Gramm bis heute mit allen Höhen und Tiefen, die die Familie geprägt haben.

von Julia Wolf

Mehr lesen Sie am Freitag in der Printausgabe der OP.

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