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UNIversum „Suchen Sie die Gemeinschaft mit anderen“
UNIversum „Suchen Sie die Gemeinschaft mit anderen“
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18:48 22.11.2015
Im stressigen Unialltag fällt es manchen Studenten häufig schwer, ihre sozialen Kontakte aufrecht zu erhalten. Quelle: dpa
Marburg

„Jedermann wird zugestehen, dass der Mensch ein soziales Wesen ist. Wir sehen es in seiner Abneigung gegen Einsamkeit sowie seinem Wunsch nach Gesellschaft über den Rahmen seiner Familie hinaus“ hat Charles Darwin einmal gesagt und hat damit nach wie vor recht. „Der Mensch ist ein soziales Wesen und deshalb sind soziale Kontakte so wichtig“, bestätigt die Marburger Diplom-Psychologin Margit Dautermann-Hauck. Einsamkeit hingegen könne längerfristig zu Niedergeschlagenheit und Depressionen führen.

Besonders für Studenten, die häufig ihre vertraute Umgebung, ihre Familie und Heimat verlassen, um in einer fremden Stadt zu studieren, seien soziale Kontakte sehr wichtig, um sich schneller in ihrer neuen Umgebung einzuleben und wohl zu fühlen. Als erste „Kontaktbörse“ haben sich die Orientierungswochen bewährt, in denen Erststudierenden Spieleabende, Partys, Stadtrallyes, spezielle Vorlesungen oder auch Tutorenprogramme angeboten werden.

Ersti-Wochen sind gute Gelegenheit

„In der Ersti-Woche habe ich den Kern der Leute kennen gelernt, mit denen ich heute noch befreundet bin“, erinnert sich Franziska Eichler (22), die in Marburg Englisch und Politik auf Lehramt studiert. „Für mich war das optimal, denn als ich hierhin gekommen bin, kannte ich noch niemanden.“

Um den Anschluss auch nach den gemeinschaftsfördernden Ersti-Veranstaltungen im lernintensiven und teils stressigen Studienalltag nicht zu verlieren, rät Dautermann-Hauck Studenten, selbst aktiv zu werden: „Suchen Sie die Gemeinschaft mit anderen, zum Beispiel, indem Sie sich gemeinsam mit Kommilitonen auf eine Prüfung oder ein Referat vorbereiten“.

Auch ein gemeinsames Mittag- oder Abendessen in der Mensa oder eine Mittagspause im Café hilft, Kontakte zu knüpfen. Zudem biete der Unisport zahlreiche Möglichkeiten, Studierende auch aus anderen Fachrichtungen kennenzulernen.

von Ruth Korte