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Stubenhocker, Malocher und Urlauber

Semesterferien Stubenhocker, Malocher und Urlauber

In einer Woche beginnen die Semesterferien - oder das, was nach der Klausurphase und dem Schreiben von Hausarbeiten noch davon übrig bleibt. Wie verbringen die Marburger Studenten ihre vorlesungsfreie Zeit?

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Tamina Gerhold (24), studiert Lehramt für Biologie und Deutsch: „Ich komme aus Fulda und habe da meine Familie, meinen Freund, meinen Tanzverein und viele Schulfreunde. Ich bin Fulda sehr verbunden und habe sowohl dort als auch in Marburg ein Heimatgefühl. Es ist jedes Mal wie Urlaub, nach Hause zu kommen.“

Quelle: Carolina Müller

Marburg. 26726 Studierende waren im Wintersemester 2016/17 an der Uni Marburg eingeschrieben. Damit müsste unter den Studierenden fast jeder Persönlichkeitstyp vertreten sein. Doch wie genau verbringen die unterschiedlichen Studenten ihre Semesterferien? Die „Jobmensa“ hat verschiedene Ferientypen ausgemacht:

Typ 1: Der Stubenhocker

Der Stubenhocker tut nichts lieber, als in den Ferien die Wohnung nicht zu verlassen. W-Lan, Netflix, der Pizzalieferdienst und die Spielekonsole sind seine neuen besten Freunde und er kann sich weder erinnern, welcher Wochentag heute ist, noch wann er das letzte Mal eine richtige Hose getragen hat. Nach den Ferien kommt er weiß wie die Wand, sieben Kilo schwerer und stolz auf seine 100 durchgespielten Level bei Counter Strike wieder in die Uni.

Typ 2: Die Streberin

Die Streberin ist vorrangig in der ausgestorbenen Uni-Bibliothek anzutreffen, in der sich nach der Klausurenphase niemand mehr aufhält. Dort kann sie endlich mal ungestört lernen, da ihre nervigen Kommilitonen ihre freie Zeit lieber in der Sonne verbringen. Nach den Ferien kommt sie belesen, noch intellektueller als vorher und den Anderen ein schlechtes Gewissen machend wieder in die Uni.

Typ 3: Der Malocher

Egal ob im Hühnerkostüm als Promoter, im Büro beim Kopieren oder hinter der Theke beim Getränke mixen: Der Malocher nimmt jeden Job an, den er kriegen kann. Trotz seiner drei Nebenjobs ist er geizig und spart eigentlich die ganze Zeit. Worauf? Das weiß niemand so genau. Nach den Ferien kommt er abgekämpft, mit Augenringen und einem Lächeln, das sagt: „Ich könnte euch hier alle kaufen“ zurück in die Uni.

Typ 4: Die Praktikantin

Getrieben von der Panik, nach ihrem Abschluss keinen würdigen Job zu finden, stopft sich die Praktikantin jede freie Woche mit Workshops, Sprachkursen oder eben Praktika voll. Ihr Lebenslauf ist im zarten Alter von 20 Jahren schon vier Seiten lang und es ist eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, bis sie von irgendeiner Firma von der Uni abgeworben wird. Nach den Ferien kommt sie mit einem süffisanten Lächeln und von ihrem letzten Geschäftsessen mit XY berichtend wieder in die Uni.

Typ 5: Der Dauer-Urlauber

Abgabetermine und Klausurenphasen sind für den Dauer-Urlauber nebensächlich - schließlich gab es in diesem Zeitraum gerade so günstige Flüge nach Myanmar! Während der Semesterferien plant der Dauer-Urlauber eine Backpack-Reise durch Indonesien, schnorcheln in der Karibik und dann einen Interrail-Trip durch Europa. All-Inclusive-Urlaube auf Mallorca meidet er wie die Pest, da es für ihn darum geht, seinen Horizont zu erweitern. Nach den Ferien kommt er „total in sich ruhend“, braungebrannt und wie ein Christbaum mit Schmuck aus allen möglichen Ländern behangen wieder in die Uni.

Typ 6: Die Heimfahrerin

Sie freut sich schon das ganze Semester auf die Ferien, da es dann endlich wieder in die Heimat geht. Die Wochenenden zuhause sind einfach viel zu kurz und während der Prüfungsphase konnte sie sogar zwei Wochen am Stück nicht nach Hause! Wenn sie dann endlich daheim aufschlägt, ist die Freude so groß, als sei sie drei Jahre in Guatemala verschollen gewesen. Nach den Ferien kommt sie verheult und mit einer ganzen Gefriertruhe voll von Muttis eingetuppertem Essen wieder zur Uni.

Typ 7: Der Engagierte

Immer wenn man denkt, man hätte die Semesterferien sinnvoll genutzt, macht der Engagierte einem einen Strich durch die Rechnung. Nach den Semesterferien lässt er es sich nicht nehmen, bei jeder Gelegenheit von seinem Kampf gegen die Ausrodung des Regenwaldes, seiner Petition gegen den Walfang und seiner Verhaftung in Japan wegen einer Greenpeace-Demonstration zu erzählen.

Als welchen Semesterferientyp sich einige Marburger Studenten selber einschätzen, können Sie in der OP-Umfrage erfahren (siehe unten). Egal wo Sie sich wiederfinden, die OP wünscht schöne Ferien.

von Carolina Müller

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